Superpole-Desaster für Philipp Öttl (Ducati): Sturz, Startplatz in Reihe 11
Mit einem Sturz in der Superpole hat sich Philipp Öttl in Magny-Cours selbst ein Bein gestellt. Der Ducati-Pilot übt Selbstkritik, schreibt das Supersport-Meeting in Frankreich aber nicht ab.
Fast zwei Monate musste Philipp Öttl auf die Fortsetzung der Supersport-WM 2026 warten, aber einen solchen Start hatte der Ducati-Pilot in Magny-Cours nicht erwartet: Zuerst fuhr der Bayer im freien Training mit einer starken Rundenzeit von 1:40,307 min auf die dritte Position, doch im entscheidenden Qualifying patzte er. Nach einem Sturz in Kurve 12 auf seiner ersten fliegenden Runde war sein Motorrad so stark beschädigt, dass er die restliche Zeit in der Box verbrachte.
Wegen seiner Performance am Vormittag darf Öttl am Rennen auch ohne eine gezeitete Runde am Rennen teilnehmen, sein Startplatz ist jedoch ganz hinten – Platz 32 in der elften Reihe. Hinter ihm ist nur Simon Jespersen, der wegen Missachtung gelber Flaggen strafversetzt wurde.
«Das FP1 ist gut gelaufen. Ich habe mich nach einer so langen Pause auf dem Motorrad sehr wohlgefühlt und war froh, den dritten Platz zu belegen. Was das Qualifying angeht, tut es mir wirklich leid für das Team, denn es war mein Fehler», gab der Ducati-Pilot unumwunden zu. «Ich habe mich auf dem Motorrad gut gefühlt und bin sofort aufs Ganze gegangen, bin aber schon in meiner allerersten Runde gestürzt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich habe mich wohlgefühlt, habe versucht, sofort Vollgas zu geben, und bin etwas über das Limit hinausgegangen.»
Für das zweite Rennen kann sich Philipp Öttl stark verbessern
Für Öttl ist es ein Glücksfall, dass die Startaufstellung für den zweiten Lauf für die Top-9 seit 2024 auf der schnellsten Rennrunde am Samstag basiert. Gelingt dem 30‑Jährigen also eine entsprechend schnelle Runde, wäre sogar die Pole-Position möglich.
«Darüber hinaus ist es das Ziel, Punkte zu holen», schreibt Öttl auch das erste Rennen am Samstagnachmittag noch nicht ab. «Zunächst müssen wir aber das Motorrad reparieren und das Warm-up optimal nutzen. Anschließend werden wir sehen, was wir im Rennen erreichen können. Diese Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten, aber ich muss mich schnell durch das Feld kämpfen. Wir haben definitiv den Speed, müssen aber auch zügig Positionen gutmachen.»
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