Magny-Cours, Superpole: Sensation durch ZX Moto – Philipp Öttl Letzter
Im Qualifying der Supersport-WM 2026 in Magny-Cours gelang ZX Moto mit der Pole-Position und Startplatz 2 eine Sensation. Dominique Aegerter (Kawasaki) auf 15; Philipp Öttl stürzte.
Wie schon das freie Training am Vormittag fand auch die Superpole der Supersport-WM 2026 auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours bei schönstem Sommerwetter statt. Weil die mittlere Kategorie nur ein freies Training hat, das zudem durch einen Massenunfall beeinträchtigt war, nutzten die Piloten die meiste Zeit des 40-minütigen Qualifyings für die Abstimmung der Motorräder.
Am Vormittag hatte Yamaha-Ass Can Öncü in 1:39,997 min die schnellste Zeit gefahren. Der Ten Kate-Pilot hatte den Vorteil eines Tests auf der französischen Piste auf seiner Seite. Ohne Streckenkenntnisse tat sich WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) als 23. bedeutend schwerer. Der WM-Zweite und Lokalmatador Valentin Debise (ZX Moto) kam nach Sturz auf Platz 12. Erfreulich die Performance von Philipp Öttl (Ducati) mit der drittschnellsten Zeit.
Früher Sturz von Philipp Öttl (Ducati)
Die Superpole wurde um 16 Uhr bei heißen 34 Grad Celsius gestartet. Während Öncü in den ersten Minuten in 1:40,641 min für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte, stürzte Öttl zu Beginn seiner ersten fliegenden Runde in Kurve 11. Die V2-Ducati konnte nicht gestartet werden, weshalb der Bayer als Sozius auf einem Roller zurück zu seinem Team fuhr – und wichtige Minuten verlor.
An der Spitze näherten sich die Rundenzeiten derweil der 1:39 min. Kawasaki-Pilot Jeremy Alcoba markierte eine 1:40,107 min und führte vor den Franzosen Lucas Mahias (Yamaha) und Valentin Debise (ZX Moto). Letztere stürzte kurz darauf harmlos.
Nach zehn Minuten musste Öncü seine Yamaha mit einem Defekt abstellen. In 1:41,117 min gelang derweil Arenas endlich eine Rundenzeit innerhalb der 105-Prozent-Qualifikationshürde. Zuvor wurden dem Spanier schnelle Runden wegen gelber Flaggen gestrichen.
Pünktlich zur Halbzeit stürmte das GMT94-Duo Lucas Mahias und Roberto Garcia in 1:39,861 und 1:39,979 auf die Plätze 1 und 2. Während Alcoba Platz 3 behauptete, dümpelte sein Kawasaki-Teamkollege Dominique Aegerter mit 1,6 sec Rückstand auf Platz 22. Ganz stark Corentin Perolari, der die schwachbrüstige Honda vorläufig auf Platz 4 stellte. Weiterhin ohne Rundenzeit Philipp Öttl, dessen Ducati-Team hektisch das Motorrad reparierte.
Bei noch zehn Minuten gingen die ersten Piloten für die finale Zeitenjagd mit frischen Reifen auf die Piste. Ein Favorit auf die Pole-Position war nicht auszumachen, dafür waren die Rundenzeiten der Top-Piloten zu eng beieinander. Den Anfang machte Debise, der zwischenzeitlich auf Platz 8 zurückgefallen war. Der ZX-Moto-Pilot verpasste eine neue Bestzeit um 0,133 sec und reihte sich als Dritter ein.
Viele Stürze und gelbe Flaggen in der Schlussphase
Stürze von Leonardo Taccini, Alcoba, Hector Garzo, Jaume Masia und Ana Carrasco sorgten in der Schlussphase für gelbe Flaggen und machten Zeitverbesserungen aber nahezu unmöglich.
Das kleine Zeitfenster, in dem eine freie Runde möglich war, nutzten Debise und sein Teamkollege Federico Caricasulo für die erste Doppel-Pole von ZX Moto in der Supersport-WM! Der Franzose fuhr in 1:39,585 min um 0,059 sec schneller als Caricasulo. Die erste Startreihe komplettiert Mahias (Yamaha).
Mit Garcia (Yamaha), Alcoba (Kawasaki) und Bayliss-Ersatz Jorge Navarro (Triumph) ist die zweite Startreihe bunt gemischt. Applaus gab es für Honda-Pilot Corentin Perolari auf der siebten Startposition.
WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) gelang als Zehnter Schadensbegrenzung. Enttäuschung dagegen bei Ten Kate und Can Öncü: Nur Startplatz 13.
Dominique Aegerter qualifizierte sich solide als 15. Philipp Öttl fuhr nicht mehr auf die Strecke und muss ohne Rundenzeit als Letzter in das erste Rennen am Samstag starten.
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