Assen, Lauf 1: Ducati-Sieg vor Yamaha und Triumph – Domi Aegerter furios
Das Rennen der Supersport-WM 2026 in Assen war umkämpft und spannend bis ins Ziel. Den Sieg räumte Ducati-Pilot Jaume Masia ab. Aegerter mit seinem besten Kawasaki-Finish. Öttl als Siebter im Pech.
Die Pole-Position für den ersten Lauf der Supersport-WM 2026 hatte sich am Freitag Lucas Mahias gesichert. Assen-Doppelsieger Valentin Debise (ZX MOTO) und Albert Arenas (Yamaha) komplettierten die erste Reihe. Philipp Öttl hatte als Siebter eine solide Ausgangsposition und Dominique Aegerter (Kawasaki) zeigte sich als Elfter deutlich verbessert. Nach der kürzlich erfolgten Homologation der QJ Motor SRK800RS gaben Marcos Ramirez (13.) und Raffaele De Rosa (22.) in Assen ihr Debüt.
Gaststarter Dirk Geiger (Yamaha) qualifizierte sich als 17. und damit deutlich vor Stammfahrer Andreas Kofler (Yamaha), der als 25. in das Rennen starten musste. Weil aber Matteo Ferrari (12.) in der Startaufstellung mit einem zu geringen Reifendruck erwischt wurde, rückten der Deutsche und der Österreicher jeweils um eine Position nach vorn.
Das Rennen über 18 Runden fand bei 16 Grad Celsius und trockenen Bedingungen statt, aber es zogen bedrohlich dunkle Wolken über den TT Circuit. Den Start gewann Mahias, dahinter reihten sich Blitzstarter Can Öncü (Yamaha), Arenas und Debise ein. Öttl und Aegerter behaupteten ihre Positionen.
Nach der ersten Runde führte der für das niederländische Team Ten Kate startende Türke um 0,3 sec vor Debise und Mahias. Als Fünfter hatte Öttl zwei Positionen gewonnen. Aus Runde 2 kam Debise als Führender. WM-Leader Jaume Masia (Ducati) verbesserte sich mit der schnellsten Rennen in 1:37,596 min auf Platz 7. ZX Moto-Pilot Debise forcierte in 1:37,450 min das Tempo und verhinderte dadurch Positionskämpfe; nur Öncü und Mahias blieben in Schlagdistanz.
Früher Sturz von Andreas Kofler (Yamaha)
In Runde 5 verabschiedete sich Kofler mit einem Sturz aus dem Rennen, kurz darauf rutschte Sergio Garcia (Yamaha) aus. Vorn hatte sich Öttl auf Platz 2 hinter Debise verbessert, während Aegerter in einem Pulk auf Platz 12 feststeckte. In manchen Bereichen der Rennstrecke tröpfelte es leicht.
Bei Halbzeit beeindruckte Debise mit einer fehlerfreien Führungsarbeit. Die Top-5 fuhren weiterhin innerhalb nur einer Sekunde, wobei sich die Positionen in jeder Kurve änderten. Öttl war als Vierter mittendrin im Kampf um den Sieg, Aegerter war Neunter und Geiger hatte als 20. Anschluss bis Platz 16.
Philipp Öttl mit Long-Lap-Penalty bestraft
Nach einem Überholmanöver von Öncü in Runde 10 kam Debise aus dem Tritt und fiel auf die fünfte Position zurück. Derweil führte Aegerter (8.) mit 4 sec Rückstand die Verfolgergruppe an. Kurz darauf bekam Öttl eine Long-Lap-Penalty angezeigt – der Bayer verlor dadurch 2 sec und reihte sich auf Platz 7 vor Aegerter ein.
Am Ende von Runde 14 eine rennentscheidende Szene: Tom Booth-Amos (Triumph) bremste sich in der Schikane optimistisch außen an Öncü vorbei, touchierte den Yamaha-Piloten und ratterte gemeinsam mit ihm durch den Kies. Der Engländer reihte sich als Fünfter unmittelbar vor Öttl wieder ein, Öncü nur als Zehnter.
Um den Sieg kämpften fortan Masia, Debise, Mahias und Arenas. Das Quartett fuhr langsamer als die Verfolger, doch der Vorsprung von 2 sec war groß genug. Die beiden Franzosen und die beiden Spanier zeigten in den letzten Runden fantastisches Racing mit vielen Überholmanövern. Am Ende holte Masia seinen zweiten Saisonsieg vor Arenas und Booth-Amos.
Dominique Aegerter mit einem furiosen Finale auf Platz 6
Mit einem furiosen Finale begeisterte Aegerter als Sechster mit nur 0,9 sec Rückstand auf den Sieger – das beste Saisonergebnis des Schweizers mit der Kawasaki. Unter Wert geschlagen wurde Philipp Öttl auf der siebten Position. Wildcard-Pilot Dirk Geiger kam als 20. in Ziel.
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