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Cremona, Lauf 2: Debüt-Sieg von Yamaha - WM-Kampf spitzt sich zu
Der zweite Lauf der Supersport-WM 2026 auf dem Cremona Circuit wurde furios von Jeremy Alcoba gewonnen. Der Kawasaki-Pilot verwies Albert Arenas (Yamaha) und Tom Booth-Amos (Triumph) auf die Plätze.
Das zweite Rennen der Supersport-WM 2026 auf dem Cremona Circuit wurde um 14:00 Uhr gestartet. Bei Rennstart herrschten angenehme 26 Grad Celsius. Angesichts zweier noch ausstehender Meetings und 100 zu vergebender Punkte war es unwahrscheinlich, dass Albert Arenas vorzeitig den Titel nach Hause fahren kann – dafür müsste der Yamaha-Pilot in jedem Fall gewinnen und der WM-Zweite, Valentin Debise (ZX Moto) dürfte maximal einen Punkt einfahren.
In der Startaufstellung standen die beiden letzten Titelkandidaten nahe beieinander. Für den zweiten Lauf basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen. Aus Reihe 1 gingen daher Tom Booth-Amos (Triumph), Lauf-1-Sieger Jeremy Alcoba (Kawasaki) und Debise ins Rennen. Arenas lauerte auf der vierten Startposition.
Philipp Öttl (Ducati) profitierte von der Regel und verbesserte sich deutlich von 17 auf Startplatz 9. Für Dominique Aegerter (Kawasaki) ging es dagegen um drei Plätze zurück auf 15. Andreas Kofler (Yamaha) war 34. und damit Letzter der Startaufstellung.
Arenas katapultierte sich mit einem Blitzstart direkt in Führung, dahinter reihte sich Debise ein. Booth-Amos, Alcoba und Farioli bildeten nach Runde 1 die Top-5. Öttl hatte einen soliden Start und war Zehnter. Aegerter fiel auf Platz 20 zurück. Mit einem Defekt rollte QJ-Pilot Raffaele De Rosa aus.
Während Arenas unbedrängt in 1:31,854 min die schnellste Runde fuhr, balgten sich dahinter Debise und Booth-Amos. Der Triumph-Pilot, der seine Stärke normalerweise erst in der zweiten Rennhälfte ausspielen kann, setzte sich durch und machte sich an die Verfolgung des Yamaha-Piloten.
Nach fünf Runden hatte Arenas seinen Vorsprung auf eine Sekunde ausgebaut. Booth-Amos machte in 1:31,751 min jedoch klar, dass er den Sieg noch nicht abgeschrieben hatte. Alcoba, Farioli und Debise kämpften derweil um den letzten Platz auf dem Podium. Als bester Ducati-Pilot belegte Öttl Platz 8.
Der Engländer kam immer besser in Schwung und steigerte sich bis Rennmitte auf eine 1:31,587 min und hatte Arenas gestellt. Dessen Teamkollege Aldi Mahendra (Yamaha) war in Kurve 1 gestürzt und hetzte dem Feld als Letzter hinterher. Von Debise drohte dem WM-Leader keine Gefahr: Der Franzose konnte den Speed nicht mehr mitgehen und fuhr einsam auf der fünften Position. Öttl (7.) holte zu Can Öncü (6./Yamaha) auf, während Aegerter in den Top-15 angekommen war.
Am Hinterrad von Booth-Amos nahm auch Alcoba Fahrt auf. Als der Triumph-Pilot in Runde 11 erstmals in Führung ging, lag der Lauf-1-Sieger mit 0,4 sec Rückstand fast in Schlagdistanz. Mit 1,5 sec Rückstand folgte Farioli. Öttl hatte sich zwischenzeitlich Öncü geschnappt und war Sechster – mit 2,7 sec Rückstand auf Debise war für den Bayern aus eigener Kraft aber nicht mehr möglich.
Fünf Runden vor dem Ende suchte Arenas die Entscheidung. Der Yamaha-Pilot zog noch einmal das Tempo an, knöpfte Booth-Amos die Führung ab und fuhr ihm um einige Meter davon. Um seine Chance auf einen Doppelsieg zu wahren, legte auch Alcoba nach und machte mit dem Engländer ebenfalls kurzen Prozess.
Am Ende der vorletzten Runde hatte sich Alcoba an das Hinterrad des Yamaha-Piloten gekämpft und überholte ihn. Der Kawasaki-Pilot fuhr in der letzten Runde mit dem Messer zwischen den Zähnen und brauste 0,5 sec vor Arenas als jubelnder Sieger über die Linie. Der Spanier hat seinen Rauswurf bei Kawasaki für 2027 als krasse Fehlentscheidung entlarvt. Arenas und Booth-Amos komplettierten das Podium.
Als Fünfter verpasste Debise zum Leidwesen vieler aus China angereister ZX‑Moto-Fans erneut die Top-3.
Philipp Öttl geriet in der Schlussphase mit nachlassenden Reifen unter Druck und verlor Platz 6 an Jaume Masià. Der Feel-Racing-Ducati-Pilot musste sein ganzes Können in die Waagschale werfen, um die drückenden Federico Caricasulo (ZX Moto) und Matteo Ferrari (Ducati) hinter sich zu halten.
Als Zwölfter mit 15 sec Rückstand holte Dominique Aegerter ein versöhnliches Ergebnis. Andi Kofler kreuzte auf Platz 27 die Ziellinie.
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