Sam Lowes (Ducati) verliert den Anschluss: WM-Dritter in weiter Ferne
Vor dem Meeting in Magny-Cours konnte Ducati-Privatier Sam Lowes noch hoffen, die Superbike-WM 2026 als Dritter zu beenden. Nun läuft es auf ein Duell mit Zwillingsbruder Alex hinaus.
Als Sam Lowes das Rennwochenende in Aragon – im MotorLand endete die erste Saisonhälfte – mit drei dritten Plätzen sein bestes Superbike-Meeting ablieferte und den dritten WM-Rang zurückeroberte, schien der Engländer wieder die erforderliche Konstanz gefunden zu haben. Aber gleich anschließend in Misano brachten ihn zwei Stürze in die Realität und warfen ihn auf Rang 5 zurück.
Bei einem Test in Magny-Cours wollte MarcVDS-Pilot die Basis für ein starkes Saisonfinale legen, doch anstatt seinen Rückstand zu verringern, liegt der Ducati-Privatier nach Platz 3, einem Sturz und einem elften Platz am Rennwochenende bereits 49 Punkte hinter Markenkollegen Yari Montella zurück, der sich mittlerweile hinter den dominierenden Aruba.it Ducati-Werkspiloten Nicolò Bulega und Iker Lecuona als dritte Kraft etablierte.
Sturz war ein Anfängerfehler
Der Sturz im Sprintrennen war unnötig wie ein Kropf! Lowes ging als Dritter und mit 1,2 sec Vorsprung auf Montella in die letzte Runde, stürzte aber unbedrängt in Kurve 3 – ein Anfängerfehler. «Nach einer so langen Pause war es schön, sich für die erste Startreihe zu qualifizieren und dann auf dem Podium zu landen», zählte Lowes die positiven Aspekte des neunten Saisonmeetings auf. «Der Sonntag verlief jedoch enttäuschend, denn ich hatte ein wirklich gutes Superpole-Race und das Podium lag zum Greifen nah. Ich hatte hart daran gearbeitet, einen Vorsprung herauszufahren, und fühlte mich stark, aber leider bin ich in der letzten Runde ins Straucheln geraten und gestürzt. Das war wirklich schade, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine hervorragende Leistung gezeigt, und ein Podiumsplatz wäre eine großartige Belohnung für unsere Anstrengungen gewesen.»
Bei dem Sturz zog sich Lowes eine Reihe von Prellungen zu, die den zweiten Lauf zur Tortur machten. «Das Team hat großartige Arbeit geleistet, um das Motorrad für das zweite Rennen startklar zu machen – körperlich war ich aber einfach nicht in der Lage, mein maximales Niveau zu erreichen», gab der 35-Jährige zu. «Ich hatte einfach nicht das gleiche Gefühl, daher bin ich trotzdem ziemlich froh, einige wichtige Punkte geholt zu haben. Es war nicht unser Tag, aber das Wochenende hatte angesichts unserer Geschwindigkeit am Freitag und Samstag dennoch viele positive Aspekte. Nach diesem harten Tag richten sich nun alle Augen auf Cremona, und darauf, dort eine angemessene Leistung zu zeigen.»
Bei den drei noch ausstehenden Rennen kann sich Lowes auf einen vertrauten Gegner konzentrieren: Seinen Zwillingsbruder Alex. Der Bimota-Pilot ist mit 198 Punkten WM-Vierter und liegt fünf Punkte vor Sam.
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