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40. Trial-WM-Titel für Toni Bou: Neben ihm verblassen Rossi und Marquez

Was der Spanier Toni Bou im Trial seit 20 Jahren leistet, ist im Sport einmalig und hat die Welt so noch nicht gesehen. SPEEDWEEK.com sprach mit dem 39-Jährigen über seine herausragende Stellung.

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Bereits bei der vorletzten Veranstaltung der Trial-WM in den Niederlanden konnte Toni Bou zum 20. Mal in Folge den Titel gewinnen. Zählen wir seine Erfolge bei der Hallen-WM im Winter mit, ist es sein 40. Titel in Serie! Der Spanier ist seit 20 Jahren ungeschlagen, neben ihm erscheinen die Erfolge von herausragenden Rennfahrern wie den MotoGP-Ikonen Giacomo Agostini (8 Mal Champion in der höchsten Klasse), Valentino Rossi (7) und Marc Marquez (7) mickrig, auch die jeweils sieben WM-Titel der Formel-1-Giganten Michael Schumacher und Lewis Hamilton.

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Toni Bou, der am 17. Oktober 2026 seinen 40. Geburtstag feiert, macht trotz seiner herausragenden Stellung wenig Aufhebens um seine Person. «Ich halte mich eher im Hintergrund», sagte er im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com. «Trotzdem fühlt sich jeder Titel unglaublich an und ich bin extrem stolz auf meine Karriere. 20 Jahre in Folge, das ist unfassbar.»

Als der Spanier Jordi Tarres zwischen 1987 und 1995 siebenmal Champion wurde, damals gab es noch keine Hallen-WM, stellte er einen Rekord auf. Dieser wurde ab 1997 von Doug Lampkin egalisiert, der Engländer triumphierte zudem fünfmal Indoor. 2007 begann dann die Ära von Toni Bou, der sämtliche Rekorde niederriss und um Welten übertraf.

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«Das Wichtigste ist Talent, 50 Prozent des Erfolgs ist aber die Arbeit dahinter», unterstrich der Repsol-Honda-Fahrer. «Ich muss sehr hart arbeiten, um mich zu verbessern. Meine Motivation ist das Training, um neue Limits zu setzen. Ich kämpfe gegen mich selbst, nach so vielen Titeln kann ich das glücklicherweise sagen.»

Zweite Karriere im Hard-Enduro?

Um in der Hard-Enduro-Szene erfolgreich zu sein, braucht es ähnliche Motorradbeherrschung wie im Trial-Sport, Stars wie Graham Jarvis, Manuel Lettenbichler und viele andere haben ihre Wurzeln dort. Wäre dieser spektakuläre Sport mit gigantischen Veranstaltungen wie dem Red Bull Erzbergrodeo auch etwas für Bou nach seiner jetzigen Karriere?

«Ich mag Hard- und Super-Enduro und schaue mir die Rennen an, viele dieser Fahrer leben in Andorra, manchmal trainiere ich mit Billy Bolt oder Mario Roman», grinste der Evergreen. «Vielleicht wäre das in Zukunft auch etwas für mich. Mit der Trial-Maschine könnte ich die Geröllsektion Carl’s Diner beim Erzbergrodeo schneller fahren, aber mit dem Endurobike? Letti ist dort sehr schnell – aber ich würde auch schnell sein. Momentan trainiere ich nur drei- oder viermal im Jahr mit dem Enduromotorrad, das genieße ich aber sehr.»

«Trial ist heute sehr artistisch», meinte Bou abschließend. «Es braucht aber auch viel Kraft. Der Sport hat sich erstaunlich entwickelt und jetzt eine Grenze erreicht. Manchmal braucht es auch den Speed oder die Aggressivität, wie wir sie im Enduro haben, aber es ist etwas anderes.»

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