Applaus für Johann Zarco auch im Comeback-Rennen: Platz 9 vor Bagnaia!
Mir Rookie Moreira und Altmeister Zarco feierte das Honda-Kundenteam beim MotoGP-Sprint in Aragon einen beachtlichen Erfolg. Rückkehrer Zarco will auch über die volle Distanz nicht zurückstecken.
Platz 11 im FP1, Platz 10 im Zeittraining und Platz 9 im Q2. Frankreichs MotoGP-Liebling Johann Zarco überzeugte bei seinem Comeback von der ersten Sitzung an. Als wäre der vor dreieinhalb Monaten in Catalunya schwer gestürzte LCR-Pilot nie weg gewesen, klinkte sich Zarco auch wieder ins Renngeschehen ein.
Zarco, erstmals ohne das vordere Start-Device losgefahren, musste in der Startrunde lediglich Position hergeben. Zarco: «Ich wollte auf keinen Fall in Schwierigkeiten in der Startphase stecken. Und zwar nicht wegen schlechten Gedanken zum Startunfall in Barcelona, sondern einfach, weil Kurve 1 in Aragon supereng ist, wenn man von links kommt. Ich hatte gehofft, im Q2 ganz rechts zu landen – aber das hat ja nicht geklappt«, grinste der Rückkehrer.
«Zum Glück hatte ich schon nach ein paar Kurven ein sehr gutes Gefühl. Schnell bin ich auf Bagnaia aufgelaufen. Ich habe ihn überholt und kam dann auch an Fernandez heran. Hier habe ich länger gezögert und da war die Chance dann auch schon vorbei, denn die Reifentemperatur war schon deutlich angestiegen.»
Zwar musste sich Johann Zarco über die Distanz von elf Runden noch Gresini-Pilot Aldeguer geschlagen geben, doch von einem Einbruch des Franzosen konnte keine Rede sein. Die Honda mit der Nummer 5 erreichte elf Sekunden hinter Sieger Marc Marquez die Ziellinie an neunter Position. Zarcos Physio-Bericht nach dem erstaunlichen Comeback fiel erfreulich kompakt aus: «Ich habe bislang keine Schmerzen in meinem Knie. Nur in den Beinen spüre ich die Belastung, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.»
Trotz «Double Long-lap» im GP – Zarco will wieder Punkte holen
Statt einem befürchteten Abdrehen für den GP über 23 Runden denkt Zarco daher eher in Richtung Angriff – hat allerdings ein Handicap mit einzukalkulieren. Für den Crash nach dem Start in Barcelona, der auch Bagnaia ins Aus riss, muss der Franzose am Sonntag eine doppelte Long-Lap nachbüßen.
Die Tatsache hielt den kämpferischen Zarco nicht von einer optimistischen Annahme ab: «Am Sonntag wieder in die Punkte zu fahren, das halte ich für realistisch. Denn hinter mir fahren viele Jungs, die scheinbar viel größere Probleme haben. Trotz der Doppel-Strafe gehe ich das Rennen also relaxed an. Auch weil ich mich bereits nach Punkten im Sprint sehr gut fühle – ich denke, das ist ein großer Benefit für das, was kommt.»
Bemerkenswert: Während die LCR-Honda-Mannschaft von Lucio Cecchinello mit beiden Piloten punktete, stürzte Werksfahrer Marini noch in der ersten Runde. Joan Mir enttäuschte auf Platz 16.
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