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WRC2: Zweiter Sieg für Teemu Suninen

Finnischer Skoda-Privatfahrer schlägt Werkspilot Jan Kopecký. Armin Kremer (Skoda) auf Rang vier. Elfyn Evans (Ford) trotz Abwesenheit weiter Tabellenführer.

WRC

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Mit seinem zweiten Saisonsieg verbesserte sich Teemu Suninen (Skoda) auf Tabellenrang drei in der Kategorie WRC2. Überzeugend war dabei vor allem das Tempo, das der 22 Jahre junge Finne vorlegte. Der wie entfesselt fahrende Privatfahrer ließ in einigen Prüfungen sogar Werkspiloten in World Rally Cars hinter sich.

Mit vier Bestzeiten in Folge setzte er sich schon am Freitag an die Spitze. Als er sich aber einen Reifenschaden einfing (WP 7), übernahm Lokalheld Umberto Scandola (Skoda) die Führung. Der Italiener beendete die erste Etappe als Spitzenreiter mit 10,1 Sekunden Vorsprung vor Skoda-Werkspilot Esapekka Lappi. "Ich habe mich für eine vorsichtige Taktik entschieden", begründete der Finne sein ungewohnt moderates Tempo. "Ich will hier unbedingt ins Ziel kommen."

Für eine ähnliche Strategie entschied sich Armin Kremer, der bei seiner ersten Rallye nach einer dreimonatigen Pause außerdem Anlaufschwierigkeiten zugab. Am Freitagabend war der Skoda-Privatfahrer aus Mecklenburg-Vorpommern Achter.

Am Samstag sorgte ein Unfall von Lorenzo Bertelli für zeitweises Chaos. Der Prada-Erbe hatte den Notruf-Knopf gedrückt, weil Beifahrer Simone Scattolin über Rückenschmerzen klagte (WP 12). Anschließend herrschte im WRC2-Feld geteilte Auffassung darüber, ob die Prüfung abgebrochen sei oder nicht. Entsprechend unterschiedliches Tempo schlugen die Piloten an. "Nirgendwo waren gelbe Flaggen zu sehen, also kein Abbruch", vertrat Armin Kremer das eine Lager.

Die Rallyeleitung wusste sich allerdings nicht anders zu helfen, als nachträglich die im zweiten Durchgang über dieselbe Prüfung gefahrenen Zeiten noch einmal anzurechnen. "Ich würde das als Wettbewerbsverzerrung einstufen", ärgerte sich Kremer.

Wie auch immer, Esapekka Lappi hatte vom salomonischen Urteil der Rallyeleitung gar nichts. Der Finne beschädigte in genau dieser Prüfung eine Radaufhängung seines Skoda und musste aufgeben. Nach Restart wurde er noch Neunter.

Weil Teamkollege Jan Kopecký durch einen Reifenschaden (WP 5) bereits über eine Minute verloren hatte, musste das favorisierte Skoda-Werksteam den Sieg erneut einem Kunden des eigenen Hauses überlassen. Umberto Scandola fing sich zwar erst einen Reifenschaden ein (WP 10) und musste mit Kühlungsdefekt (WP 12) schließlich sogar aufgeben. Auch für den Tabellenzweiten Nicolas Fuchs war die Rallye nach einer Rolle (WP 16) beendet.

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Nur Teemu Suninen leistete sich keine Fehler mehr. Im Ziel hatte er fast 50 Sekunden Vorsprung vor Kopecký. Dritter wurde mit unauffälliger Fahrt Karl Kruuda (Ford), der für die Rallye Italien überraschend von Reifenhersteller DMack reaktiviert worden war.

Mit Rang vier war Armin Kremer am Ende weitgehend zufrieden. "Die Rallye ist so hart, dass ich mich für ein taktisches Tempo entschieden habe. Das Risiko, dass hier einige Konkurrenten eingegangen sind, war mir einfach zu hoch", sagte der Schweriner. "Ich hoffe bei meinem nächsten Start bei der Rallye Polen wieder dichter an der Spitze dran zu sein." Uneingeschränktes Lob hatte Kremer für Sieger Suninen. "Er fährt momentan in einer eigenen Liga."

Der Finne verbesserte sich mit seinem Sieg auf Gesamtrang drei hinter Fuchs. Tabellenführer Elfyn Evans (Ford) war nicht am Start.

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Rallye Italien, Ergebnis WRC2

1. Teemu Suninen/Mikko Markkula (Skoda Fabia R5), 3:44.23,2 Stunden

2. Jan Kopecký/Pavel Dresler (Skoda Fabia R5), + 49,6 Sekunden

3. Karl Kruuda/Martin Jarveoja (Ford Fiesta R5), + 4.31,1 Minuten

4. Armin Kremer/Pirmin Winklhofer (Skoda Fabia R5), + 6.38,0 Minuten

5. Julien Maurin/Olivier Ural (Skoda Fabia R5), + 7.39,8 Minuten

6. Pierre Louis Loubet/Vincent Landais (Citroën DS3 R5), + 20.10,8 Minuten

WM-Stand WRC2 nach 6 Läufen

1. Elfyn Evans (Großbritannien/Ford), 62 Punkte

2. Nicolas Fuchs (Peru/Skoda), 55 Punkte

3. Teemu Suninen (Finnland/Skoda), 50 Punkte

4. Pontus Tidemand (Schweden/Skoda), 43 Punkte

5. Hubert Ptaszek (Polen/Peugeot), 42 Punkte

6. Armin Kremer (Deutschland/Skoda), 40 Punkte

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