Pfiffige Marketing-Strategie: Auch bei Husqvarna-Sieg

Von Günther Wiesinger
Dakar Moto
Den Dakar-Sieg 2019 machen KTM, Husqvarna und Yamaha untereinander aus. KTM-Rennchef Pit Beirer versichert: «Von Husqvarna geschlagen zu werden, damit können wir gut leben.»

Jason Anderson hat in Amerika letztes Jahr in der Supercross-WM die KTM-Siegesserie beendet, vorher hatte dreimal in Folge KTM-Star Ryan Dungey gewonnen. Diesen Erfolg der Schwestermarke aus dem eigenen Konzern hat KTM leicht verkraftet. Jetzt könnte bei der Dakar-Rallye eine ähnliche Situation passieren – nach 17 KTM-Siegen hintereinander.

SPEEDWEEK.com sprach mit KTM-Rennchef Pit Beirer.

Pit, der langjährige KTM-Offroad-Teammanager Alex Doringer hat vor einem Jahr gesagt, es spiele keine Rolle, wenn eine Husqvarna statt einer KTM gewinne, weil alles unter einem Dach sei. Aber der 18. KTM-Sieg in Serie wäre doch eine schöne Story.

Ja, das wäre super interessant. Nur wenn KTM nach 17 Siegen erstmalig von einer Husqvarna geschlagen wird, können wir ganz gut damit leben. Mit einem ganz großen Grinsen im Gesicht. Ich kann hier die Ansicht von Alex nur bestätigen.

Von den Fahrern, die nach acht Wettkampftagen noch Siegchancen haben, von denen hat es jeder verdient.

Wir werden definitiv nicht eingreifen und irgendwelche Taktikspielchen veranstalten. Das sollen die Fahrer jetzt alleine ausmachen.

Wie könnte die Firma KTM so einen Husky-Sieg vermarkten? Müsste man dann kommunizieren: «KTM Industries AG gewinnt Dakar-Rallye zum 18. Mal»? Der VW-Konzern hat Porsche und Audi bei den 24h von Le Mans immer als Feinde und Kontrahenten dargestellt.

Über die Vermarktung des Dakar-Siegs mag ich mir erst Gedanken machen, wenn wir gewonnen haben. Bisher kann noch eine andere Marke gewinnen. Wenn die Zielflagge gefallen ist, besprechen wir die Marketing-Strategie.

Vorläufig drücken wir für unsere Mannschaft die Daumen, dass der Beste gewinnt und alle gesund heimkommen. Dann wird uns sicher auch eine pfiffige Marketing-Strategie einfallen.

DAKAR MOTO - ERGEBNIS ETAPPE 8

1. Matthias Walkner (A/KTM) in 3:55:25 Stunden
2. Pablo Quintanilla (RCH/Husqvarna) + 0:45 Minuten
3. Toby Price (AUS/KTM) + 1:13 min
4. Andrew Short (USA/Husqvarna) + 9:51 min
5. Adrien Van Beveren (F/Yamaha) + 11:48 min
6. Luciano Benavides (RA/KTM) + 12:51 min
7. Jose Cornejo Florimo (RCH/Honda) + 13:48 min
8. Xavier de Soultrait (F/Yamaha) + 15:50 min
9. Michael Metge (F/Sherco TVS) + 18:11 min
10. Oriol Mena (E/Speedbrain) + 24:38 min
11. Joakim Rodriguez (P/Speedbrain) + 26:24 min
12. D. Nosiglia Jager (BOL/Honda) + 31:33 min
13. Adrian Metge (F/Sherco TVS) + 32:37 min
14. Ross Branch (RB/KTM) + 35:08 min
15. Maurizio Gerini (I/Husqvarna) + 39:23 min

DAKAR MOTO - GESAMTSTAND NACH ETAPPE 8

1. Toby Price (AUS/KTM) in 28:53:08 Stunden
2. Pablo Quintanilla (RCH/ Husqvarna) + 1:03 Minuten
3. Matthias Walkner (A/KTM) + 6:35 min
4. Adrien Van Beveren (F/Yamaha) + 9:54 min
5. Andrew Short (USA/Husqvarna) + 39:27 min
6. Xavier de Soultrait (F/Yamaha) + 46:17 min
7. Luciano Benavides (RA/KTM) + 1:04:24 h
8. Jose Cornejo Florimo (RCH/Honda) + 1:05:44 h
9. Sam Sunderland (GB/KTM) + 1:06:38 h
10. Oriol Mena (E/Speedbrain) + 1:49:51 h
11. D. Nosiglia Jager (BOL/Honda) + 2:22:20 h
12. Laia Sanz (E/KTM) + 2:59:45 h
13. Ross Branch (RB/KTM) + 3:18:40 h
14. Kevin Benavides (RA/Honda) + 3:21:41 h
15. Maurizio Gerini (I/Husqvarna) + 3:59:00 h

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