Audi: Zur Halbzeit in allen DTM-Wertungen vorne

Von Otto Zuber
DTM
René Rast und Nico Müller

René Rast und Nico Müller

Audi hat bei der DTM-Premiere auf der berühmten Motorrad-Rennstrecke in Assen ein weiteres Doppelpodium erzielt und behauptet zur Halbzeit der Saison 2019 die Führung in allen drei Meisterschaften.

Mit 18 von 27 möglichen Podiumsplatzierungen ist Audi mit dem neuen RS 5 DTM ein eindrucksvoller Start in die Turbo-Ära der DTM gelungen. Nach der ersten Saisonhälfte liegen mit René Rast (145 Punkte) und Nico Müller (121) zwei Audi-Piloten an der Tabellenspitze.

Beide vergrößerten am Samstag mit starken Leistungen bei schwierigen Bedingungen ihren Vorsprung auf den drittplatzierten BMW-Fahrer Philipp Eng. In der Herstellerwertung führt Audi mit 508 Punkten klar vor BMW (388). In der Teamwertung liegen mit dem Audi Sport Team Rosberg und dem Audi Sport Team Abt Sportsline zwei Audi-Teams vorn.

Starker Regen machte das erste DTM-Rennen in der Cathedral of Speed vor allem in der Anfangsphase zu einer tückischen Angelegenheit. «Wir hatten an vielen Stellen Aquaplaning. Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten», sagte Nico Müller, der sich in den ersten zehn Runden vom sechsten Startplatz auf Position drei nach vorn kämpfte. «Dabei habe ich etwas zu viel Zeit auf die Führenden verloren.»

Müller wechselte erst kurz vor Rennende die Reifen und behauptete beim Boxenstopp den ersten Platz vor Marco Wittmann (BMW) und René Rast, die sich vom Start weg ein Duell um die Führung geliefert hatten. «Leider hat es etwas länger als erhofft gedauert, die kalten neuen Regenreifen zum Arbeiten zu bringen, deshalb ist Marco an mir vorbeigekommen», sagte Müller. «Er hat heute verdient gewonnen.»

«Der Zweikampf mit Marco hat natürlich viel Zeit gekostet, deshalb kam Nico vor uns auf die Strecke zurück», sagte Rast, der hinter Wittmann und Müller Dritter wurde. «Es war alles andere als ein perfektes Rennen. Trotzdem ist ein Podium dabei herausgesprungen und ich führe weiter in der Meisterschaft. Morgen greifen wir neu an.»

Drittbester Audi-Pilot im Samstagsrennen war Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz sechs. Jamie Green kämpfte sich nach einem schwierigen Qualifying vom zwölften Startplatz auf den siebten Platz nach vorn. Mit Loïc Duval und Mike Rockenfeller auf den Plätzen acht und neun kamen auch die beiden Fahrer des Audi Sport Team Phoenix und damit insgesamt sechs Audi RS 5 DTM in die Punkteränge.

Äußerst unglücklich verlief am Samstag das Heimspiel von Robin Frijns. Nach einem Leck am Öltank im Qualifying musste der Niederländer vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Frijns lag schon wieder in den Punkterängen, ehe er sich bei einem Dreher das Heck beschädigte und ausschied.

«Das war ein sehr spannendes Rennen», sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. «Bei den nassen Bedingungen wusste vorher keiner, was passieren würde. Aber fast alle Fahrer waren kontrolliert unterwegs. Mit Nico und René haben zwei unserer Piloten um den Sieg gekämpft. Es war sehr knapp und hat am Ende nicht ganz gereicht, aber auch die Plätze zwei und drei sind ein gutes Ergebnis für Audi.»


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