Wildes Spektakel: Super GT siegt, DTM auf dem Podium

Von Andreas Reiners
DTM
Narain Karthikeyan

Narain Karthikeyan

Es war ein würdiger Abschluss des Dream Race: In einem spektakulären und actionreichen zweiten Rennen behielt erneut die Super GT die Oberhand. Die DTM fuhr allerdings mit zwei Autos auf das Podium.

Was für ein spektakulärer Abschluss des Dream Race in Fuji: Der frühere Formel-1-Fahrer Narain Karthikeyan hat ein ebenso actionreiches wie unterhaltsames und wildes Rennen im Rahmen des gemeinsamen Rennwochenendes von Super GT und DTM gewonnen.

Der Inder behielt nach insgesamt drei Safety-Car-Phasen und zahlreichen Kollisionen und sechs Ausfällen in seinem Honda NSX-GT die Oberhand. Er bescherte der Super GT nach dem Erfolg durch Nick Cassidy am Samstag damit einen Doppelsieg gegen die DTM.

Aber: Die Gäste schlugen sich deutlich besser als am Samstag: Marco Wittmann im BMW an seinem 30. Geburtstag und Loic Duval im Audifuhren als Zweiter und Dritter ebenfalls auf das Podium. Vierter wurde Naoki Yamamoto im Honda.

Die DTM verabschiedete sich mit einem starken Gesamtauftritt: Kamui Kobayashi fuhr als BMW-Gaststarter auf einen beachtlichen fünften Platz, Mike Rockenfeller wurde Siebter, Meister René Rast Neunter und Benoit Treluyer (alle Audi) Zehnter. Auch Alex Zanardi konnte jubeln, er landete auf dem 13. Platz.

Führung schnell verloren

Duval behauptete beim fliegenden Start zwar zunächst die Führung, doch trotz dunkler Wolken blieb der Regen aus. Hieß: Die DTM hatte die gleichen Probleme wie am Samstag. Vor allem auf der Gerade machte sich bemerkbar, dass die Japaner ein paar PS mehr unter der Haube haben. Zur Erinnerung: Die Überholhilfen DRS oder Push-to-Pass waren beim Dream Race nicht erlaubt.

Karthikeyan übernahm deshalb schnell die Spitze, Duval fiel auf Platz fünf, Rast von seinem vierten auf den sechsten Rang zurück. Polesetter Duval blieb das Pech allerdings zunächst treu: Am Samstag war er auf dem Weg in die Startaufstellung abgeflogen, am Sonntag hatte er nach zehn Minuten einen Reifenschaden. Er schaffte es aber noch in die Box und absolvierte den Pflichtstopp. Da er auf dem Weg in die Box ein Teil verloren hatte, kam das Safety Car raus. Für ihn Glück im Unglück, da er wieder aufschließen konnte.

Beim Restart kurz vor Halbzeit des Rennens blieb Karthikeyan vorne vor Tsukakoshi, Yamamoto und Nakajima. Hieß: Eine Honda-Vierfachführung vor Wittmann und Rast. Wenig später wurden die Pflichtstopps absolviert. Bedeutete: Duval lag in Führung, hatte aber deutlich früher gewechselt als die Konkurrenz.

20 Minuten vor Schluss platzte dann auch bei Rast der Reifen. Wieder kam das Safety Car raus, weil auch Rast dabei ein Teil verlor. Treluyer und Zanardi führten zwar, mussten aber noch ihren Pflichtstopp absolvieren.

Nach dem Restart wurde es komplett chaotisch, die Zurückhaltung wurde abgelegt, es ging rund und es kam zu einigen Kollisionen und Crashs. Karthikeyan führte vor Wittmann, Kobayashi und Duval, wobei es sich die beiden letzteren richtig gaben und kollidierten. Die Action auf der Strecke forderte den dritten Einsatz des Safety Cars. Der Stand zu dem Zeitpunkt: Karthikeyan vor Wittmann, Duval, Kobayashi, Nakajima und Rockenfeller.

Die letzte Runde bot dann noch einmal beste Unterhaltung. Karthikeyan behauptete die Führung, dahinter bekämpften sich aber Wittmann und Duval mit offenem Visier, mit dem besseren Ende für den Franzosen. Da er die Strecke dabei aber verließ, bekam er eine Sekunden-Strafe aufgebrummt und fiel auf Platz drei zurück.

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