Wittmann: Tipps von Timo Glock und Nackenprobleme

Von Otto Zuber
DTM
Marco Wittmann

Marco Wittmann

Marco Wittmann zieht im Interview eine Bilanz seines Formel-1-Tests im Toro Rosso, spricht über Nackenprobleme sowie Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen dem F1- und dem DTM-Boliden.
Marco, mit welchem Gefühl sind Sie zu diesem Test angereist und mit welchem wieder abgereist?

Die Vorfreude auf diesen Tag war riesig. Ich bin die Sache ganz gelassen angegangen, denn ich hatte ja keinen Druck. Ich habe erst einmal alles auf mich zukommen lassen, ohne allzu große Erwartungen zu hegen. Nun fühle ich mich großartig. Ich konnte sehr viele Runden drehen und meinen Testtag bestmöglich ausnutzen. Sowohl das Team als auch ich sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Tests. Das war eine fantastische Erfahrung, für die ich mich noch einmal sehr herzlich bei BMW Motorsport, Red Bull und der Scuderia Toro Rosso bedanken möchte. Das Team hat mich sehr gut aufgenommen und ich habe mich sehr wohl gefühlt.

158 Runden sind mehr als zwei Renndistanzen. Der Fitnesszustand eines DTM-Fahrers scheint also sehr gut zu sein...

Ich denke, unser Fitnesszustand ist ausgezeichnet. Das habe ich gemerkt. Ich hatte leichte Nackenprobleme, fühle mich ansonsten aber gut. Im Vorfeld des Tests hat mir Timo Glock ein paar Tipps für die Vorbereitung gegeben, und ich habe ein spezielles Trainingsprogramm für meinen Nacken absolviert. Das hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht.

In welchen Bereichen haben Sie die größten Unterschiede und die größten Ähnlichkeiten zwischen einem Formel-1-Auto und dem BMW M4 DTM festgestellt?

Den größten Unterschied merkt man auf jeden Fall bei der Beschleunigung. Das hohe Drehmoment des Formel-1-Autos in Verbindung mit dem geringen Gewicht sorgt für einen gewaltigen Vortrieb. Selbst in höheren Gängen hatte ich teilweise noch durchdrehende Räder. Das Bremsverhalten ist aufgrund der Energie-Rückgewinnung des Hybridantriebs ebenfalls ganz anders als im DTM-Fahrzeug. Überraschend ähnlich waren die Kurvengeschwindigkeiten. Da merkt man doch, wie viel Abtrieb auch unser BMW M4 DTM generiert. In dieser Beziehung muss er sich hinter dem Formel-1-Auto nicht verstecken. Insgesamt habe ich diese Erfahrung sehr genossen.


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