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Renault wehrt sich: Nicht hier, um Freunde zu finden

Renault buhlt um die Dienste des FIA-Technikexperten Marcin Budkowski. Das stößt einigen Teams sauer auf. Renault wehrt sich.

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FIA-Technikexperte Marcin Budkowski hat seinen Posten beim Automobilweltverband geräumt und befindet sich derzeit in einer Zwangspause, die durch ein dreimonatiges Konkurrenzverbot in seinem Vertrag unvermeidlich ist. Danach steht es ihm frei, zu einem Team zu gehen. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um Renault handeln.

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Und genau da liegt das Problem der Teamverantwortlichen. Denn der 40-jährige Pole hatte als rechte Hand von FIA-Rennleiter Charlie Whiting Einblick in die laufenden und geplanten Entwicklungen aller Formel-1-Rennställe. Kein Wunder, regt sich Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner auf: "Sollte er bei einem anderen Team unterkommen, dann sehen wir das als grosses Problem an", stellt er klar.

"Man bringt den Leuten auf diesen Positionen viel Vertrauen entgegen. Marcin hatte durch seine Arbeit das Privileg, bei allen Teams hinter die Kulissen blicken und vertrauliche Details über die Autos für 2018 erfahren zu können", erklärt der Brite, und betont: "Ich denke, dass es völlig unangemessen ist, wenn er bereits nach drei Monaten bei einem Formel-1-Team unterkommt. Ich hoffe natürlich, dass das nicht passiert. Und ich bin überzeugt, dass diese Angelegenheit in der Strategiegruppe ernsthaft diskutiert werden wird."

Renault hat sich nun vehement verteidigt. Renault-Sport-Oberhaupt Cyril Abiteboul stellte bei Sky klar: "Wir wollen 2020 eines der Topteams sein", sagte der Franzose und verwies auf den Unterschied zu den Topteams heute, eine bis 1,5 Sekunden, "ein riesiger Sprung- Darum müssen wir aggressiv sein in dem, was wir tun, um 2020 dort zu sein."

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Abiteboul weiter: "In diesem Sport bist du nicht, um Freunde zu finden. Natürlich gibt es Wege, um Dinge zu machen. Und alles, was wir in Sachen personelle Verstärkungen machen – nicht nur bei Marcin – machen wir, um zu wachsen. Enstone muss wachsen."

Für Renault arbeiteten bei der Rückkehr 475 Leute, inzwischen sind es 620. Die müssen natürlich irgendwo herkommen. Notfalls eben von der direkten Konkurrenz. Abiteboul verdeutlichte aber auch, dass man im Fall Budkowski nichts tun werde, das die Regeln breche. "Renault hat eine klare Erfolgsgeschichte, was Fairness und Loyalität angeht. Also was immer wir auch tun werden: Wir werden sicherstellen, dass es auf eine sehr loyale und faire Art und Weise gegenüber unseren Konkurrenten abläuft."

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