Toto Wolff (Mercedes): Was die WM entscheiden könnte

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton und Toto Wolff

Lewis Hamilton und Toto Wolff

​Lewis Hamilton mit Mercedes oder Sebastian Vettel mit Ferrari? Wer wird Formel-1-Weltmeister 2018? Mercedes-Teamchef Toto Wolff spricht über jenen Faktor, der das Weltmeisterrennen entscheiden könnte.

Die Reifen bleiben das zentrale Thema der Formel 1. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte im Frühling: «Jedes Jahr musst du dich auf das ganz spezifische Verhalten der Pirelli-Walzen frisch einstellen. Wenn wir die Reifen optimal nutzen, ist unser Auto schnell. Aber wir haben auch erkannt: Es gibt Situationen, in welchen wir aus diesem Betriebsfenster kippen. Entweder der Reifen wird zu heiss, ob er wird zu wenig warm. Vielleicht haben wir uns zu Beginn der Saison schwerer getan, das auf den Punkt zu bringen als Ferrari. Wenn wir die Reifen ideal nutzen können, dann haben wir das schnellste Auto im Feld.»

Inzwischen haben wir an zehn Rennwochenenden Erfahrungen gesammelt und Wolff vertieft: «Die Reifen sind der wichtigste Faktor in Sachen Leistungsfähigkeit.» Silverstone galt jahrlang als Mercedes-Bahn. Fast nach Belieben haben die Silberpfeile hier Pole-Positions und Siege herausgefahren. Damit ist vorderhand Schluss. Lewis Hamilton musste sein ganzes Fahrkönnen aufbringen, um Ferrari im Qualifying hinter sich zu halten. Im Rennen setzte es die erste Silverstone-Niederlage für Mercedes seit 2013.

Toto Wolff: «Wir erkennen in dieser Saison ein anderes Muster. Die Spitzenteams bringen zu jedem Rennen Verbesserungen. Keiner findet den Stein der Weisen, der auf magische Art und Weise ein Auto um drei oder vier Zehntelsekunden schneller machen. Nein, der ausschlaggebende Faktor für die Leistungsfähigkeit ist die bestmögliche Nutzung der Reifen. Du triffst das optimale Betriebsfenster oder zu verpasst es. Höhere Umgebungstemperaturen scheinen uns weniger zu liegen. Wäre es am Samstag und Sonntag zehn Grad weniger warm gewesen, hätten wir einen grösseren Vorsprung gehabt.»

«Wir müssen noch mehr über die Wirkung der Reifen lernen. Wir müssen es schaffen, mehr aus den Walzen herauszuholen. Ich hätte es gerne gesehen, wenn wir uns dank guter Rennen in Österreich, Kanada und England ein Punktepolster geschaffen hätten, denn ich weiss – es kommen Rennen auf uns zu, in welchen wir uns schwertun werden; Rennen wie Ungarn oder Singapur.»

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