Günther Steiner: «Renault sollte viel besser sein»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner ist wegen der Monza-Disqualifikation immer noch sauer auf Renault. Der Südtiroler schimpft: «Renault sollte ohnehin viel besser sein als wir, und das zeigt, wie verzweifelt sie sind.»

Mit 84 WM-Punkten belegt das Haas-Team zwei Rennen vor dem Ende seiner dritten Formel-1-Saison den fünften WM-Rang. 30 Punkte trennen die US-Truppe vom viertplatzierten Renault-Werksteam, das mit seinem Protest gegen den Unterboden von Romain Grosjean in Monza dessen Disqualifikation erwirkt hatte.

Bevor der Genfer, der im Italien-GP als Sechster ins Ziel gekommen war, aus der Wertung genommen wurde, durfte sich Haas sogar zwischenzeitlich über den vierten WM-Rang freuen. Doch die Freude währte nicht lange, nur Stunden nach dem Grand Prix erklärten die Rennkommissare den Unterboden von Grosjeans Haas-Renner für illegal, weshalb die acht frischen WM-Punkte wieder aberkannt wurden. Das rettete Renault damals den fünften Rang – und sorgte für Ärger bei Haas-Teamchef Günther Steiner, dessen Mannschaft vor dem FIA-Berufungsgericht gegen Disqualifikation protestierte und damit scheiterte.

Seither ist die Wut des Südtirolers nicht verflogen, denn auf die Frage, ob die Monza-Disqualifikation einen Schatten auf die beachtliche dritte Saison der US-Truppe werfe, erklärte er spitz: «Nein. Wir sind in unserem dritten Jahr und belegen den fünften Platz. Wir kämpfen gegen Renault, die ohnehin viel besser als wir sein müssten. Und das zeigt, wie verzweifelt sie sind, denn sie haben als Werksteam fünf Mal mehr Leute als wir, und sie müssen gegen uns kämpfen. Für uns ist das eine Auszeichnung, was soll ich also dazu sagen? Vielleicht sollte man sie fragen, was sie davon halten.»

«Das gehört alles auch dazu. Wir wissen, dass die Formel 1 ein schwieriges Pflaster ist und dass es nicht nur ums Racing geht. Wir haben das verdaut, für uns ist das nun erledigt und wir konzentrieren uns ganz aufs Rennfahren», fügte Steiner versöhnlich an. «Ich denke, unser Team macht einen guten Job und deshalb kämpfen wir auch um den vierten Platz. Natürlich ist es mittlerweile schwierig geworden, dieses Ziel zu erreichen, aber wer weiss, Wunder passieren immer wieder.»

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