Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

FIA: WM-Plan bestätigt, Strafen-Wahnsinn einfacher

​Im Rahmen der FIA-Weltratsitzung in St. Petersburg (Russland) hat der Automobil-Weltverband das Formel-1-Programm 2019 abgenickt. Gleichzeitig wird der Strafversetzungs-Wahnsinn übersichtlicher.

Werbung

Werbung

Es war formal der letzte Schritt zum Formel-1-Programm 2019, das Abnicken der Rennen für die kommende Saison durch den Weltrat des Automobil-Weltverbands FIA. Die Vertreter von Autoklubs aus aller Welt können als letztes Entscheidungsgremium Vorschläge der Formel-1-Kommission blockieren, ein Veto ist höchst selten.

Werbung

Werbung

Das Programm sieht so aus: Die Formel-1-Wintertests finden auch 2019 auf der katalanischen Strecke des Circuit de Barcelona-Catalunya statt – es wird vom 18. Februar bis zum 21. Februar vier Tage lang gefahren, dann vom 26. Februar bis zum 1. März nochmals vier Tage. Das entspricht dem Programm 2018, mit dem Unterschied, dass das Programm um eine Woche vorgezogen ist, weil der Saisonbeginn eine Woche früher als 2018 stattfindet (17. März in Melbourne). Nach Beschwerden der Rennställe gibt es keine drei Rennen in unmittelbarer Folge wie 2018 (Frankreich, Österreich und England). China wird die Ehre des 1000. WM-Laufs der Formel-1-Historie zuteil. Die WM beginnt und endet wie in der abgelaufenen Saison, also in Australien und Abu Dhabi. Erstmals seit 1963 reicht die Saison bis in den Dezember.

Formel 1 2019

Wintertestfahrten

18. bis 21. Februar: Wintertest 1, Barcelona

26. Februar bis 1. März: Wintertest 2, Barcelona

Saison 2019

17. März: Australien, Melbourne

31. März: Bahrain, Sakhir

14. April: China, Shanghai

28. April: Aserbaidschan, Baku

12. Mai: Spanien, Barcelona

26. Mai: Monaco, Monte Carlo

9. Juni: Kanada, Montreal

23. Juni: Frankreich, Le Castellet

30. Juni: Österreich, Spielberg

14. Juli: Grossbritannien, Silverstone

28. Juli: Deutschland, Hockenheim

4. August: Ungarn, Budapest

1. September: Belgien, Francorchamps

8. September: Italien, Monza

22. September: Singapur, Singapur

29. September: Russland, Sotschi

13. Oktober: Japan, Suzuka

27. Oktober: Mexiko, Mexiko-Stadt

3. November: USA, Austin

17. November: Brasilien, São Paulo

1. Dezember: Abu Dhabi, Yas Marina

Darüber hinaus hat der Weltrat geringfügige Änderungen am Reglement gutgeheissen. Eine wichtige Neuerung: Der Strafversetzungs-Wahnsinn wird übersichtlicher. Die korrekte Startaufstellung auszuarbeiten, kam wegen zahlreicher Strafen (für den Einbau neuer Motorteile) teilweise der Lösung des Rubik-Würfels gleich. Für 2018 war eingeführt worden: Wer mehr als 15 Strafränge aufgebrummt erhält, rückt automatisch ans Ende des Feldes.

Die Reihenfolge wurde dadurch bestimmt, wann die neuen Teile erstmals auf die Bahn gebracht wurden. Schnell merkten die Teams: Es lohnt sich also, sich früh am Ende der Boxengasse aufzustellen und das Training unter die Räder zu nehmen. Teilweise standen mehrere Fahrzeuge dort, zwanzig Minuten vor Beginn des Trainings. Für 2019 gilt neu: Die Reihenfolge wird durch den Platz im Abschlusstraining definiert. Damit erhalten die Fahrer auch einen Anreiz, in der Quali auf Zeitenjagd zu gehen, statt nur der Form halber in Quali 1 auf die Bahn zu gehen, um danach Reifen zu sparen. Wer die 107-Prozent-Regel verletzt (also eine Zeit erzielt hat, die um sieben Prozent über der Pole-Position liegt), rückt ganz nach hinten, hinter alle Fahrer mit Strafen für neue Motorteile.

Die Rennställe arbeiten heute mit Einschränkungen bei Flussdynamik-Berechnungen (computational fluid dynamics). Diese sind aufgehoben, was die Arbeit an den 2021er Rennwagen angeht. Der Autoverband geht immer dann so vor, wenn eine neue Generation von Formel-1-Boliden entwickelt wird.

Bei Testfahrten gelten nun die gleichen Vorschriften beim Umgang mit Kraftstoff wie an den Rennwochenenden: Hier geht es um das Tragen von Schutzkleidung und um die Verwendung von Sicherheits-Kupplungen. Offenbar gingen einige Rennställe bei Testfahrten ein wenig zu lasch vor.

Neues auch beim Umgang mit gelben Flaggen: Wenn das Safety-Car zum Schluss einer Gelbphase an die Box abbiegt, dann erhalten die Fahrer das Signal grün erst bei Start und Ziel, nicht schon vorher.

Das Mindestgewicht ist erneut angestiegen, von 740 auf 743 Kilogramm. Dies aufgrund des Schutzbügels Halo, dessen Mehrgewicht für 2018 nicht korrekt kalkuliert worden war. Die Autos werden immer schwerer. Um das Gewicht der neuen, breiteren Reifen für 2017 zu kompensieren, stieg das Gewicht der Grand-Prix-Rennwagen um sechs Kilogramm. Für 2018 kamen weitere Kilogramm dazu – wegen des Halo.

Der Halo-Bügel samt seiner Anlenkpunkte und aller notwendigen Verstärkungen am Chassis fügte dem Gewicht eines GP-Boliden freilich nicht sechs Kilo hinzu, sondern mehr als doppelt so viel. Die Teams rechnen mit rund vierzehn Kilogramm. Für die Rennställe bedeutet das: Sie haben weniger Spielraum beim Platzieren von Ballast am Fahrzeugboden, und das wiederum heisst – grössere und schwerere Fahrer sind im Nachteil. Einmal mehr werden die Fahrer im Winter eine Balance finden müssen aus Kraft tanken, also Muskelmasse bewahren, und gleichzeitig so leicht als möglich zu sein. Ein schwieriger Spagat.

Werbung

Werbung

Formel 1: Mindestgewicht

1961 bis 1965: 450 Kilo

1966 bis 1968: 500

1969 bis 1971: 530

1972: 550

1973 bis 1980: 575

1981: 585

1982: 580

1983 bis 1986: 540

1987 bis 1993: 500

1994: 515

1995 bis 2008: 595

2009: 605

2010: 620

2011/2012: 640

2013: 642

2014: 690

2015/2016: 702

2017: 728

2019: 743

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Events

Alle Formel 1 Events
  • Vergangen

    Chinese Grand Prix

    Shanghai International Circuit, China
    13.–15.03.2026
  • Vergangen

    Japanese Grand Prix

    Suzuka International Racing Course, Japan
    27.–29.03.2026
  • Demnächst

    Miami Grand Prix

    Miami International Autodrome, USA
    01.–03.05.2026
  • Canadian Grand Prix

    Circuit Gilles Villeneuve, Kanada
    22.–24.05.2026
  • Monaco Grand Prix

    Circuit de Monaco, Monaco
    05.–07.06.2026
  1. Vergangen

    Chinese Grand Prix

    Shanghai International Circuit, China
    13.–15.03.2026
  2. Vergangen

    Japanese Grand Prix

    Suzuka International Racing Course, Japan
    27.–29.03.2026
  3. Demnächst

    Miami Grand Prix

    Miami International Autodrome, USA
    01.–03.05.2026
  4. Canadian Grand Prix

    Circuit Gilles Villeneuve, Kanada
    22.–24.05.2026
  5. Monaco Grand Prix

    Circuit de Monaco, Monaco
    05.–07.06.2026

Formelsport News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.