Toto Wolff vor Monaco-GP: «Mercedes nicht gut genug»

Von Rob La Salle
Formel 1
Toto Wolff mit Valtteri Bottas und Lewis Hamilton

Toto Wolff mit Valtteri Bottas und Lewis Hamilton

​Diese Aussage verblüfft. Teamchef Toto Wolff sagt trotz anhaltender Siegesserie: «Mercedes ist nicht gut genug.» Der Wiener spricht die Besonderheiten der kommenden Rennen in Monaco und Kanada an.

Für manchen Fan wird es wie ein Hohn klingen, für andere wie Zweckpessimismus. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt über die kommenden beiden WM-Läufe von Monaco und Kanada: «Das wird für uns eine grosse Herausforderung.»

Stützen Zahlen die Skepsis des Wieners? Sehen wir uns mal Monaco an, seit die Turbohybrid-Ära der Formel 1 begonnen hat, also Anfang 2014. Von fünf möglichen Rennsiegen im Fürstentum hat Mercedes drei erreicht – 2014 und 2015 mit Nico Rosberg, 2016 mit Lewis Hamilton. 2017 siegte Sebastian Vettel im Ferrari, 2018 Daniel Ricciardo trotz waidwundem Renner von Red Bull Racing.

Wie sieht es in Sachen Pole-Positions aus? Auch da liegt Mercedes unter dem üblichen Erfolgsschnitt. Bester Startplatz 2014 mit Rosberg und 2015 mit Hamilton, dann aber drei Niederlagen in Folge – vom ersten Platz ging 2016 Daniel Ricciardo ins Rennen, 2017 war es Kimi Räikkönen, 2018 erneut Daniel Ricciardo.

Wie ist es mit Kanada? Hier schwächelte Mercedes 2014 mit Problemen am elektrischen Generator, was die Weiche stellte zum ersten GP-Sieg von Ricciardo. Es folgten drei Siege in Serie von Lewis Hamilton, bevor 2018 Sebastian Vettel in Ferrari triumphierte. Was die Pole angeht, so war die jahrelang in fester Hand der Silbernen, 2014 mit Nico Rosberg, dann drei Mal hintereinander mit Hamilton, bevor 2018 Sebastian Vettel im Abschlusstraining der schnellste Mann war.

Fazit: Skepsis ist in Sachen Monaco angebracht, bei Kanada eher weniger. Jedoch – Mercedes hat 2019 das beste Auto, vor allem auch in engen Passagen, und davon finden wir in Monte Carlo reichlich.

Toto Wolff weiss, dass jede Serie einmal zu Ende geht. Er meint: «In den letzten Jahren waren wir in Monaco einfach nicht schnell genug. Und ich habe nicht vergessen, wie stark Ricciardo im vergangenen Jahr im Auto von Red Bull Racing gewesen ist. Wir nehmen weiterhin ein Rennen ums andere. In der Theorie halte ich Monte Carlo für ein schwieriges Pflaster.»

«Natürlich dürfen wir auf fünf Doppelsiege in Folge stolz sein. Aber wir bleiben bescheiden und behalten unsere Füsse schön brav auf dem Boden. Erfolg ist nicht selbstverständlich. Wir gehen in jedes GP-Wochenende als hätten wir noch gar nichts gewonnen, das hält uns hungrig und wach.»

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