McLaren-Honda: Weichenstellung im November

Von Gerhard Kuntschik
Yasuhisa Arai

Yasuhisa Arai

Die zwei Punktränge von Fernando Alonso und Jenson Button in Ungarn haben zwar die Wogen innerhalb von McLaren-Honda nach außen hin vorerst geglättet, doch steht die wichtigste Weichenstellung erst zum Saisonende bevor.

Denn Ende November läuft die Option von Ron Dennis, die 50 Prozent Anteile an der TAG-McLaren-Gruppe (Umsatz 2013: 554 Millionen Pfund), die bisher der Regierungsinvestor Mumtalakat aus Bahrain hält, zurückzukaufen.

Ob und wie Ron Dennis, der so wie Mansour Ojjeh je 25 Prozent hält, die nicht unbeträchtlichen Mittel dafür auftreiben kann, ist völlig offen. Die Entwicklung will auch Honda abwarten und erst danach reagieren. Weil es Unsicherheit über einen möglichen künftigen Investor/Teilhaber/Sponsor gibt, sollen auch die Sponsoren, die Honda in die Formel 1 folgen wollten, bisher gezögert und sich im Hintergrund gehalten haben - angeblich drei potente japanische Unternehmen.

Bis dahin geben sich die Japaner optimistisch: Nach der Sommerpause, verriet eine interne Quelle, will man leistungsmäßig mit dem Mercedes-Motor gleichgezogen und 50 PS Minus egalisiert haben, und zwar schon auf der Powerstrecke Spa. Die Quelle meint auch: «Sieben Tokens stehen jetzt noch zur Verfügung, bis Spa werden davon fünf genützt.»

Die schon von vielen nach dem katastrophalen Saisonstart als Schleudersitz gesehene Position von Hondas F1-Chef Yasuhisa Arai sei hingegen überhaupt nicht gefährdet, meint der Insider, da der Wechsel im Konzernvorstand im Juni von Takanobu Ito (61) zum Techniker Takahiro Hachigo (55) die Situation völlig veränderte: «Arai ist ein langjähriger Freund und Weggefährte von Hachigo und hat das Vertrauen des neuen CEO.»

Wenige Tage nach seiner Amtsübernahme Mitte Juni führte Hachigo die erste Auslandsreise ins englische Honda-Werk Swindon (er war schon 2012/13 Hondas Europa-Chef) und kurz drauf nach Spielberg zum österreichischen Grand Prix. Hachigo gilt als Rennfan - und Qualitätsfanatiker.

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