Pirelli zieht positive IDM-Bilanz

Von Esther Babel
IDM
Marvin Fritz und Mathieu Gines liegen in der Tabelle vorne

Marvin Fritz und Mathieu Gines liegen in der Tabelle vorne

Zur Halbzeit der Saison 2016 liegt Reifenhersteller Pirelli mit seinen Fahrern in allen Solo-Klassen an der Spitze der Tabelle. Weiter geht’s Ende Juli auf dem Schleizer Dreieck.

«Beste Performance, konstante Weiterentwicklung und eine umfassende Betreuung von Rennteams und Fahrern – das ist das Erfolgsrezept von Pirelli bei der IDM», erklärt der unter anderem in der IDM engagierte Reifenhersteller. Zur Halbzeit der aktuellen Saison führen Pirelli-Fahrer in jeder Solo-Kategorie das Feld an. Zudem liegt der Anteil der Piloten, die mit den Reifen der italienischen Sportreifen-Spezialisten um IDM-Punkte kämpfen, insgesamt bei rund 85 Prozent.

Die Zwischenbilanz fällt aus Sicht von Pirelli äußerst zufriedenstellend aus, denn bei den Superbikes, der Superstock 1000-Kategorie und den Motorrädern des Superstock 600-Klassements führen Pirelli Fahrer die jeweiligen Wertungslisten an. So haben die beiden Erstplatzierten bei den Superbikes – der Yamaha-Pilot Marvin Fritz und BMW-Fahrer Mathieu Gines – auf ihren Pirelli-Reifen bereits einen respektablen Punktevorsprung auf die Verfolger herausgefahren. Bei den beiden Superstock-Klassen ist die Dominanz der Pirelli-Fahrerinnen und -Fahrer noch größer: Aktuell gehen die ersten 11 der Superstock 1000-Klasse und die ersten 13 der 600er-Kategorie mit Reifen der italienischen Traditionsmarke an den Start.

Konstante Weiterentwicklung

«Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn die Rennreifen-Entwickler von Pirelli stehen in konstantem Austausch mit den Fahrern und Technikern der Rennteams», erklärt die Chefetage. «Auf Basis dieser Informationen aus erster Hand liefert Pirelli auch während der Saison immer wieder neu entwickelte Reifen und Mischungen, um die Power der IDM-Motorräder optimal auf die Piste zu bringen. Aktuelles Beispiel sind die Rennen in Zolder: Für dieses Event konnten die Fahrer der Kategorien Superbike und Superstock 1000 erstmals auf einen Diablo Superbike Hinterreifen im 200er-Format zurückgreifen, der mit einer neu entwickelten Karkasse und einer darauf abgestimmten extra-weichen Laufflächenmischung ausgerüstet ist. Mit diesem Gripvorteil waren die Siege in beiden Klassen den Pirelli-Fahrern kaum noch zu nehmen. Dies bestätigte auch der Superbike-Leader Marvin Fritz gegenüber SPEEDWEEK.com: «Ich hatte einen ganz neuen Hinterreifen von Pirelli drauf. Der ist superweich und klebt.»

Auch Werner Daemen, Chef des Teams van Zon-Remeha-BMW, bestätigt diese Aussage: «Mit dem neuen Reifen hat Pirelli das Temperaturfenster vergrößert und den Grip verbessert. Wie schon beim für 2016 neu entwickelten SC3 Vorderreifen gibt es jetzt auch hinten hervorragenden, anhaltenden Grip in einem spürbar breiteren Einsatzbereich. Pirelli hat hier wirklich einen tollen Job gemacht. Obwohl wir schon seit Jahren eine enge Partnerschaft haben, schafft es die Pirelli-Entwicklungsabteilung, uns immer wieder mit neuen noch besseren Produkten zu überraschen. Das erleichtert natürlich auch meinen Job als Teamchef.»

Dies deckt sich mit den Erfahrungen von Jens Holzhauer, dem Besitzer des HRP Rennteams um den Tschechen Jan Halbich. «Bereits bei unseren Wintertests hat sich die Performance der neuen Pirellis abgezeichnet», erklärt er. «Die 2016er Reifen haben breitere Einsatzspektren, was uns die Wahl der passenden Mischung erleichtert, und bringen zudem deutlich bessere Rundenzeiten. Nicht zuletzt mit diesen Reifen und durch die hervorragende Beratung und den Service von Pirelli vor Ort konnte unser Fahrer seine Resultate drastisch verbessern. Bemerkenswert dabei ist, dass er seine schnellsten Runden am Ende des Rennens fahren kann, ein klarer Beweis für die lang anhaltende Performance – und das ohne Traktionskontrolle. Wir sind sehr froh darüber, dass HRP mit Pirelli einen starken Partner an seiner Seite hat.»

Gleiches Material für alle

«Ein großes Anliegen von uns ist», erklärt Björn Lohmann, Vertriebsleiter Racing bei Pirelli, «dass wir alle Teilnehmer in der Superbike und Superstock 1000-Klasse mit dem gleichen Reifenmaterial ausrüsten, egal ob Top-Pilot oder Privatfahrer. Die Chancengleichheit, die sich dadurch ergibt, erhöht die Chancen der Fahrer mit geringerem Budget und steigert zudem die Spannung in der Rennserie. Dass wir in allen IDM-Rennklassen das Gros der Starter ausrüsten und unser Gridshare insgesamt sogar bei rund 85 Prozent liegt, zeigt doch deutlich, dass unsere Reifen die Leistung bringen, um vorne mit dabei zu sein. Das spricht sich im Fahrerlager natürlich herum.»

«Wir wollen die Rennfahrer mit der Performance unserer Produkte überzeugen und halten unsere fair kalkulierten Preise daher konstant», erklärt Michael Müller, Leiter des Zweiradgeschäfts von Pirelli in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark. «Dieser Anspruch an beste Performance ist Teil der Firmen-DNA von Pirelli. Daher engagieren wir uns weltweit in zahlreichen Rennserien. Das geschieht schwerpunktmäßig dort, wo mit seriennahen Motorrädern gefahren wird, da wir dort die meisten Erkenntnisse für unsere Produkte gewinnen können. Die IDM ist dabei einer unserer wichtigsten Wettbewerbe, denn viele unserer neuen Reifenkonstruktionen und Mischungen wurden in Zusammenarbeit mit den sehr professionell arbeitenden Top-Teams in der IDM entwickelt.»

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