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Euro Moto-Moderator Danijel Peric: «Most - oder auch der Härtetest»

Bei der Euro Moto in Most war Danijel Peric für den Live-Stream Anbieter Radio Viktoria auch bei 40 Grad nicht kleinzukriegen. Er berichtet bei SPEEDWEEK.com über das heiße Wochenende.

Danijel Peric

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Most - oder auch der Härtetest. Es war ein Art Analogie zu unserem Sport würde ich sagen. Hart am Limit und im Grenzbereich, wie die Damen und Herren der Schöpfung die das draußen auf ihre Einsatzgeräten zelebrieren durften, aber unter sehr fordernden Bedingungen. Wenn ich beobachtet habe, wie sich Mechaniker, Zuschauer und die Technik ohne Einwirkung schwertaten, möchte ich ganz ausdrücklich allen FahrerInnen ein großes Lob und etwas aussprechen, an dem es ohnehin nicht gefehlt hat: RESPEKT.

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Diese möchte ich aber auch mal an der Stelle den tschechischen Streckenposten aussprechen, denn das war da draußen einfach nicht mehr feierlich. Acht Liter Wasser am Tag keine Seltenheit, sondern notwendiger Standard. LSF 50 hat eigentlich nicht ausgereicht und das bringt mich zu der Frage, wie heiß es wirklich war. Wir zählten 36, 39, 41 Grad über die drei Tage und der Zenit an Asphalt brauchte es auf gnadenlose 70,1Grad, einmal von mir persönlich gemessen, mag man dem Infrarotgerät trauen. Hin oder her, das macht dann auch keinen Unterschied. Für mich die jemals wärmsten Arbeitsbedingungen und ich gebe zu, heilfroh gewesen zu sein, dass ich nicht fahren musste.

Hier verlassen wir ALLE die Komfortzone.

Danijel Peric

Fluchtgedanken kamen da zwar nicht auf, weil ich meinen Job und mein Team sehr gern hab und die Arbeit auch bei diesen Bedingungen Spaß macht, auch wenn einem der körpereigene Saft den Rücken runterlief. Das Schöne an so einem Wochenende ist, dass auch das Fernsehen etwas menschlicher und authentischer wird, da unweigerlich das reale Leben dort sichtbar wird. Somit verzeiht der ein oder andere Zuschauer dann auch die Schweißperlen im Gesicht oder bei den Damen die zerlaufende Mascara.

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Motorradfahren bei solchen Bedingungen macht für mich persönlich auch da Sinn, weil wir über Wettkampf sprechen. Wir sprechen über die höchste deutsche Klasse, über vielleicht die stärksten in nahezu allen Klassen, die es je gegeben hat und da so mancher von ihnen die große internationale Bühne der WSBK oder EWC regelmäßig bedient, reden wir über Profis, die auch unter solchen Bedingungen sich und auch ihre Arbeitsgerät auf die Probe stellen müssen. Ehrlich gesagt, sind es genau diese Bedingungen, die Wachstum fördern. Hier verlassen wir ALLE die Komfortzone, hier merken wir, wo die Luft noch dünn ist und mein Konkurrent doch noch etwas mehr trainiert und sich vorbereitet hat. Der Anspruch an sich selbst, irgendwann in Australien, Suzuka oder Malaysia bei den Großen mitfahren zu können, wird in solchen Momenten erfahren, analysiert und bewertet.

Most hatte gleiche Bedingungen für alle, sogar in Sachen schwarzes Gold gab es von Pirelli eine Vorgabe und jeder hatte das identische Slick-Material unter sich, wo wahrscheinlich die Kongruenz nie so nah beieinanderlag wie dort. Dass die Bedingungen ihren Tribut fordern, haben wir gesehen, jedoch alle im Rahmen wie ich finde und alle haben das ganz bravourös gemeistert.

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