Versöhnlicher Abschluss für Lukas Wyssen/Thomas Hofer

Von Helmut Ohner
Seitenwagen-WM
Lukas Wyssen/Thomas Hofer haben sich vor Sam und Adam Christie an die vierte Stelle gesetzt

Lukas Wyssen/Thomas Hofer haben sich vor Sam und Adam Christie an die vierte Stelle gesetzt

Mit dem vierten Platz beim zweiten Rennen der Seitenwagen-WM auf dem Pannonia Ring hielten sich die Schweizer Lukas Wyssen und Thomas Hofer schadlos, nachdem sie den ersten Lauf aufgeben mussten.

Dem Schweizer Seitenwagen-Ass Lukas Wyssen und seinem Beifahrer Thomas Hofer stand auf dem Pannonia Ring ein schwieriges Wochenende bevor. Nach dem enttäuschenden Ausfall im zweiten Rennen auf dem Sachsenring hatten sie den vierten Platz in der Weltmeisterschaft an das britische Brüderpaar Sam und Adam Christie abgeben müssen.

«Der Pannonia Ring war Neuland für uns. Die Strecke ist schwierig zu lernen, weil sich viele Kurven erst spät einsehen lassen», berichtete der 25-jährige Eidgenosse. «Gegenüber dem deutschen Weltmeisterschaftslauf haben wir am Gespann keine großen Änderungen vorgenommen, weil es sich ohnedies leicht beherrschen lässt.»

Obwohl sich Wyssen/Hofer rasch mit dem Kurs anfreunden konnten, verliefen die freien Trainingssitzungen und auch die beiden Qualifikationstrainings nicht nach dem Geschmack des Schweizer Dreiradartisten. «Ein neunter Startplatz ist natürlich weit weg von unseren eigenen Ansprüchen, aber das Qualifying war noch nie unsere Stärke.»

«Der Start ins Sprintrennen ist uns gut gelungen. Es hat nicht lange gedauert und wir konnten uns an die sechste Stelle schieben. Wir haben sogar auf Blackstock/Rosney und Streuer/Rousseau aufgeholt, die sich um den vierten Platz gerauft hatten. Ohne Vorankündigung hat dann leider der Motor zwei Runden vor dem Ende seinen Dienst verweigert.»

«Auf diesem Weg einen sichergeglaubten sechsten Rang zu verlieren, ist bitter», ärgerte sich der Fahrer des Gustoil Racing Teams. «Unser Versuch den Seitenwagen wieder zum Laufen zu bringen, war nicht von Erfolg gekrönt. Wie zum Hohn hat sich der Motor im Fahrerlager wieder klaglos starten lassen. Das war das Gemeinste überhaupt.»

«Unser Techniker Markus Schlosser kam anhand der Symptome zur Überzeugung, dass es mit größter Wahrscheinlichkeit um einen elektrischen Defekt handelt und dass es an der Batterie liegen muss. Wir haben die Batterie gewechselt. Nach dem erfolgreichen Test im Warm-up sind wir optimistisch ins zweite Rennen gestartet.»

Im Gold Race konnten dann die Schweizer Seitenwagen-Paarung ihr ganzes Potenzial zeigen. «Der Start war nicht so gut wie am Samstag. Wir haben uns dann Platz um Platz nach vorne gekämpft. Janez Remše konnten wir ausbremsen. Nach dem Rennen hat er uns zu diesem Manöver gratuliert. Auch, wenn man sich davon nichts kaufen kann, hat es mich gefreut.»

«In der fünften Runde konnten wir dann auch noch die schnellen Christie-Brüder überholen. Nach dem Dreher von Tim Reeves und Mark Wilkes lagen wir plötzlich an der vierten Stelle. Nachdem es allerdings keine Chance auf den dritten Platz gab, haben wir uns darauf konzentriert, ohne unnötiges Risiko unseren Platz zu halten.»

«Das war ein versöhnlicher Abschluss eines sehr schwierigen Wochenendes. Mit den zwei Nullern die wir am Sachsenring und am Pannonia Ring eingefahren haben, stehen wir mittlerweile auf dem siebten Rang im Klassement. Aber die Saison ist ja noch nicht vorbei und wir sind zuversichtlich bald wieder in die Top-5 zurückzukehren.»

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