Formel 1

McLaren: Ron Dennis ist weg, Scheich als neuer CEO

Von - 30.06.2017 11:43

​Jetzt ist es offiziell: Der langjährige McLaren-Teamchef und –Mitbesitzer Ron Dennis (70) hat seine Anteile verkauft. Neuer CEO der McLaren-Gruppe ist Scheich Mohammed bin Essa Al-Khalifa aus Bahrain.

Die McLaren-Gruppe gehörte bislang zur Hälfte Mumtalakat (einem Staatsfonds aus Bahrain), also der Königsfamilie des Inselstaats, ferner zu 25 Prozent der Saudi/TAG-Gruppe des Arabers Mansour Ojjeh (65) und zu 25 Prozent Ron Dennis. Der englische Erfolgsmanager hat nun seine Anteile verkauft, wie McLaren bestätigt.

Zu welchen Teilen und zu welchem Preis Mumtalakat und Ojjeh die Anteile von Ron Dennis übernommen haben, wird von McLaren nicht mitgeteilt. Neuer CEO der McLaren-Gruppe wird Scheich Mohammed bin Essa Al-Khalifa aus Bahrain, der auch als Geschäftsleiter des «Bahrain International Circuit» auftritt.
Ron Dennis war 37 Jahre lang für McLaren tätig und mehr als 50 Jahre lang im Rennsport engagiert. Seine bescheidenen Anfänge: Mechaniker am Wagen von Jack Brabham.

In 37 Jahren McLaren hat Dennis das Team zu 158 GP-Siegen geführt und zu 17 WM-Titeln bei Fahrern und Marken (Statistik unten). Er hat mit einigen der grössten Rennfahrer der Welt gearbeitet, mit Niki Lauda und Alain Prost, mit Ayrton Senna und Mika Häkkinen, mit Lewis Hamilton und Jenson Button.

Ron Dennis sagt: «Ich freue mich, dass ich mit den anderen McLaren-Teilhabern zu einer Übereinkunft gekommen bin. Das ist ein passendes Ende meiner Zeit bei McLaren. Ich habe immer festgehalten: Ich bin nur ein Kapitel in der reichen Erfolgsgeschichte von McLaren, und ich wünsche der Firma allen erdenklichen Erfolg.»

Ron Dennis arbeitet heute unter anderem als Berater für das Britische Verteidigungsministerium. Dazu will er mehr Zeit für seine Stifung «Dreamchasing» investieren, die sich um minderbemittelte Kinder und Jugendliche kümmert.

Scheich bin Essa Al-Khalifa sagt: «Der Anteil von Ron Dennis am Erfolg von McLaren ist immens. Seit er sich ab Herbst 1980 bei McLaren engagiert hatte, war klar – er ist ein Mann mit Visionen. Ron hat die Rekordbücher in den 80er und 90er Jahren umgeschrieben, das Ergebnis von viel harter Arbeit. Sein vorbildlicher Arbeitswille beseelt bis heute McLaren. Ich freue mich, den Posten des CEO übernehmen zu können, an der Seite von Mansour Ojjeh als gleichberechtigter Vorstands-Chef. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir mehr darüber verkünden, wie wir McLaren in die Zukunft führen wollen. Heute aber geht es nur um eines, es geht darum in Namen aller von McLaren zu sagen – Dankeschön, Ron.»

Der langjährige McLaren-Teamchef und –Mitbesitzer Ron Dennis soll sich dazu bereit erklärt haben, seine 25 Prozent Anteile an der McLaren-Gruppe zu verkaufen, für den Betrag von 275 Mio. Pfund (313 Mio. Euro). 

Mansour Ojjeh, der sich schon vor Jahren mit Ron Dennis überworfen hatte, und die Bahraini, die mit der mangelhaften Entwicklung von McLaren in den vergangenen Jahren unzufrieden waren, hatten seit längerem vor, Dennis zu entmachten. Die Parteien endeten sogar vor Gericht als Ron Dennis im vergangenen Herbst als CEO abgesetzt wurde.

Fahrer-Weltmeister unter Ron Dennis

1984: Niki Lauda
1985: Alain Prost
1986: Alain Prost
1988: Ayrton Senna
1989: Alain Prost
1990: Ayrton Senna
1991: Ayrton Senna
1998: Mika Häkkinen
1999: Mika Häkkinen
2008: Lewis Hamilton

Konstrukteurs-Pokalsiege

1984, 1985, 1988, 1989, 1990, 1991, 1998

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Da hatten sich alle noch lieb: Ron Dennis (Mitte) mit Mansour Ojjeh (rechts) und Boris Becker © LAT Da hatten sich alle noch lieb: Ron Dennis (Mitte) mit Mansour Ojjeh (rechts) und Boris Becker Scheich Mohammed bin Essa Al-Khalifa aus Bahrain (rechts) © LAT Scheich Mohammed bin Essa Al-Khalifa aus Bahrain (rechts)
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 - Alfa Romeo Racing präsentiert den C38

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Mercedes: Wann werden Dauer-Sieger unsympathisch?

​​Die Fans mögen keine Dauer-Sieger. Das beste Beispiel: Als Michael Schumacher (Ferrari) und Sebastian Vettel (Red Bull Racing) alles in Grund und Boden fuhren. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bleibt gelassen.

» weiterlesen

 

tv programm

Tuning - Tiefer geht's nicht!

Di. 19.02., 17:45, Motorvision TV


Servus Sport aktuell

Di. 19.02., 19:15, ServusTV Österreich


Formula Drift Championship

Di. 19.02., 19:35, Motorvision TV


Bundesliga Aktuell

Di. 19.02., 19:55, SPORT1+


Bundesliga Aktuell

Di. 19.02., 20:55, SPORT1+


Monster Jam Championship Series

Di. 19.02., 20:55, Motorvision TV


Top Speed Classic

Di. 19.02., 21:40, Motorvision TV


Top Speed Classic

Di. 19.02., 21:40, Motorvision TV


Superbike

Di. 19.02., 22:00, Eurosport


Top Speed Classic

Di. 19.02., 22:05, Motorvision TV


Zum TV Programm
13