Superbike-WM

Bitubo Suspension: Eugene Laverty wittert Vorteile

Von - 19.04.2019 11:11

Als einziges Team im Superbike-WM-Feld vertraut Go Eleven Ducati auf Federelemente des italienischen Herstellers Bitubo. «Wir haben Werksunterstützung und können das Material selbst entwickeln», sagt Eugene Laverty.

Go Eleven Ducati beschreitet in der Superbike-WM neue Wege. Kein anderes Team verwendet Bremsscheiben von Galfer, niemand sonst hat eine Auspuffanlage von Spark und als einzige setzt die italienische Truppe auf Federelemente von Bitubo.

Während sich die finanziell besser gestellten Teams ihre technischen Partner aussuchen können und Produkte wählen, welche ihrer Meinung nach die besten sind, muss ein Team wie Go Eleven ohne diesen Luxus auskommen. Bei ihnen ist es sogar so, dass die drei genannten Firmen einen nicht unwesentlichen Teil zum Budget beitragen.

Kritiker im Fahrerlager sind sich einig, dass unter solchen Voraussetzungen nichts zu gewinnen ist.

Für Go Eleven kommt erschwerend hinzu: Ducati hat mit der Panigale V4R ein neues Motorrad, das Werksteam mit WM-Leader Alvaro Bautista und Chaz Davies setzt auf Federelemente von Öhlins und Auspuffanlagen von Akrapovic. Die Daten von Lavertys Bike lassen sich also kaum mit den Werksrennern vergleichen.

Laverty verteidigt die Entscheidungen seines Teams. «Wenn du eine Ducati fährst, und nicht die beste aus dem Werksteam hast, dann ist es schwierig, Fahrer wie Bautista und Davies zu schlagen», ist dem Vizeweltmeister von 2013 bewusst. «Von außen mag es nach einer Lotterie aussehen, dass wir mit Bitubo arbeiten. Aber das ist mal etwas anderes und wir haben Werksunterstützung. Das gibt mir die Möglichkeit mit ihnen etwas zu entwickeln, das sogar besser ist als das, was die Werksfahrer haben. Das ist aufregend, Bitubo verfügt über viel Potenzial. Die Gabel ist bereits ausgesprochen gut, ich habe ein exzellentes Gefühl für den Vorderreifen. Nur die Hinterradfederung müssen wir besser hinbekommen, damit der Hinterreifen besser am Boden bleibt und wir mehr Traktion bekommen.»

In den ersten elf Rennen des Jahres hat Laverty zwei sechste Plätze in Aragon als beste Ergebnisse vorzuweisen. In der Gesamtwertung ist der 32-Jährige lediglich 14., während Bautista sämtliche Rennen gewann und souverän führt.

«Wenn ich mir die Datenaufzeichnungen ansehe gibt es Sachen, die ich besser mache als Bautista, andere macht er besser», grübelte Laverty im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «In Thailand war ich zuversichtlich, mit ihm kämpfen zu können, dann hatte ich den Sturz. Wir müssen herausfinden, weshalb mein Motorrad auf den Geraden immer langsamer ist als seins. Nach Thailand bekamen wir neue Leute ins Team. Ich habe das Glück, dass ich Freunde in der Firmenspitze von Ducati habe und sie einfach anrufen oder ihnen auf WhatsApp schreiben kann.»

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Die Vordergabel von Bitubo wird von Laverty gelobt © Gold & Goose Die Vordergabel von Bitubo wird von Laverty gelobt Aragon: Eugene Laverty vor Michael van der Mark © Gold & Goose Aragon: Eugene Laverty vor Michael van der Mark Eugene Laverty (li.) © Gold & Goose Eugene Laverty (li.)
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