Bagnaia (Ducati): Trotz Sturz und Teampleite geht er glücklich nach Hause
In Qualifying und Sprint schnupperte Ex-MotoGP-Champion Pecco Bagnaia endlich wieder am Erfolg. Nach der Pole und dem zweiten Rang am Samstag endete der GP in Le Mans dann aber mit einem Crash.
Nach dem starken Sprint am Samstag skizzierte Francesco Bagnaia seine Strategie für das Rennen auf dem Circuit Bugatti. «Das Wichtigste ist nach diesem erfolgreichen Samstag, dass wir auf dem Boden bleiben» verkündete der Doppelweltmeister. Bis zu Beginn von Runde 16 sah sein Rennen sehr vielversprechend aus. «Wir hatten uns bereits in jedem einzelnen Training gesteigert und so schließlich sogar die Pole geholt. Ich ging enorm positiv ins Rennen.»
Doch dann klappte ihm das Vorderrad ein, und sein Rennen endete auf besagtem Boden, allerdings zweifellos nicht auf die Art, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte. Denn bis zu diesem Moment zeigte der Lenovo-Ducati-Pilot seine Schokoladenseite – und erinnerte an Zeiten, wo ihm scheinbar alles locker von der Gashand ging, und er sich damit in den Jahren 2022 und 2023 den Champion-Titel sicherte. Doch dann bekam er bekanntlich Marc Marquez als Teamgefährten.
Seither gelang es Bagnaia nur noch selten zu brillieren. Selbst die Verantwortlichen seines Ducati-Werksteams konnten seine mysteriösen Leistungsschwankung immer weniger ertragen und sich noch weniger erklären. In Le Mans schien sich eine Trendwende anzubahnen. Obwohl der katastrophale Sturz von «MM93» im Sprint ein erstes Alarmsignal hätte sein können.
Doch davon zeigte sich Bagnaia im Rennen vorerst unbeeindruckt. Nach dem Start überholte er erst die aktuelle Ducati-Speerspitze Fabio Di Giannantonio, dann KTM-Ass Acosta und war dadurch in Lauerstellung hinter Leader Marco Bezzecchi. «Ich hatte zwar erneut einen schlechten Start. Aber als ich konnte problemlos und sicher überholen und als ich dann hinter Bezzecchi lag, hatte ich das Gefühl eine bessere Pace als er zu haben, und ich glaubte ihn einholen zu können.»
Wieso er dann zu Fall kam, wusste er aber genau zu erklären. «Etwa sieben Runden vor Schluss war mein Bike nicht mehr ganz so stabil wie vorher. Ich verlor etwas das Vertrauen. Trotzdem habe ich versucht, denselben Speed zu halten. Und das ist dann halt schief gegangen.»
Was für Pecco Bagnaia in der Analyse bleibt, sind die gemachten Fortschritte im inneritalienischen Herstellerduell mit Aprilia. «Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben in Le Mans viel deutlicher verstanden, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Bei mir überwiegt trotz dem Sturz das Positive. Vielleicht hätte ich nicht mit Jorge Martin mithalten können. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir um das Podium hätten kämpfen können. Ich gehe glücklich nach Hause.»
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