Balaton, Lauf 2: Yamaha dominiert das Podium, Philipp Öttl stürzte
Der zweite Supersport-Lauf auf dem Balaton Circuit war für Philipp Öttl (Ducati) nach einem Sturz früh beendet. Yamaha dominierte mit drei Piloten auf dem Podium. Domi Aegerter holte einen Punkt.
Die Startaufstellung für das zweite Rennen der beiden Supersport-WM basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen. Von der Pole-Position ging daher der am Samstag zweitplatzierte Albert Arenas (Yamaha) ins Rennen. Die erste Reihe komplettierten Jeremy Alcoba (Kawasaki) und Can Öncü (Yamaha). Lauf-1-Sieger Valentin Debise (ZX Moto) führt die zweite Startreihe an, gefolgt von Roberto Garcia (Yamaha) und Matteo Ferrari (Ducati).
Geburtstagskind Philipp Öttl (Ducati) verbesserte sich um zwei Positionen auf Startplatz 8, Dominique Aegerter (Kawasaki) ging erneut als 19. und Andreas Kofler (Yamaha) als 29. in das zweite Rennen. Der Österreicher verursachte am Samstag den Sturz von Jaume Masià (Ducati) und erhielt als Strafe eine doppelte Long-Lap-Penalty. Nach einem Sturz im Warm-up wurde Oli Bayliss für rennuntauglich erklärt.
Das Wetter in der Nähe des Plattensees weiterhin herrlich: Die Sonne lachte von einem nahezu wolkenlosen Himmel und 23 Grad Celsius war es angenehm warm.
Philipp Öttl: Erst schlechter Start, dann Sturz
Arenas gewann den Start und bog vor seinen Yamaha-Markenkollegen Öncü und Garcia in die erste Kurve ein. Dahinter reihten sich Alcoba, Debise und Ferrari ein – Öttl erwischte einen miesen Start und war nach den ersten Kurven nur 13. Aus der ersten Runde kam Öncü als Führender.
Die zweite Runde brachte das Aus für gleich drei Piloten: Philipp Öttl stürzte in Kurve 5, Filippo Farioli (Yamaha) wurde Kurve 6 zum Verhängnis. Einen technischen Ausfall musste Lauf-1-Sieger Valentin Debise verkraften.
Vorn suchte Öncü sein Heil in der Flucht und forcierte das Tempo, doch Arenas und Garcia ließen sich nicht abschütteln. Auch Ferrari und Alcoba lagen nach fünf Runden noch innerhalb von 1,5 sec zum türkischen Yamaha-Piloten. Aegerter hatte sich mittlerweile auf Platz 14 in die Punkte vorgearbeitet. Nachdem Kofler seine Strafen absolviert hatte, lag der Österreicher an 29. und damit letzter Position.
In Runde 6 machte Masià mit der schnellsten Rennrunde in 1:42,738 min auf sich aufmerksam. Der Spanier fuhr konstant unter 1:43 min und lag als Siebter nur 3 sec hinter der Spitzengruppe.
Yamaha-Trio führt das Rennen an
Bei Halbzeit führte weiterhin Öncü, dem Arenas im Nacken saß. Garcia (3.), Ferrari (4.) und Alcoba folgten innerhalb von nur 1,3 sec. Tom Booth-Amos (6./Triumph) und Masia (7.) schlossen immer mehr zu den Top-5 auf. Aegerter (16.) hatte Anschluss bis Platz 14.
Zu Beginn des letzten Renndrittels setzte sich das Yamaha-Trio Öncü, Arenas und Garcia ein wenig ab, während Ferrari, Alcoba, Masia und Booth-Amos um Platz 4 kämpften. Im breiten Mittelfeld verabschiedete sich Raffaele De Rosa (QJ Motor) mit einem Sturz aus dem Rennen.
Vier Runden vor dem Ende der erste Angriff von Arenas. Der Spanier schnappte sich Öncü, konnte sich aber nicht freifahren und stand nun selbst unter Druck. Mittlerweile hatte auch Ferrari wieder aufgeschlossen und kämpfte um einen Platz auf dem Podest – für Masia (5.) war dieser Zug mit 1,8 sec Rückstand abgefahren.
Arenas verhinderte mit hohen 1:42 min Überholversuche und holte mit 0,4 sec Vorsprung seinen zweiten Saisonsieg. Der Spanier im Yamaha-Team von Andrea Quadranti führt nach dem vierten Saisonmeeting die Gesamtwertung mit xxx Punkten an. Den zweiten Platz sicherte sich Ten Kate-Pilot Öncü vor Garcia, der als Dritter seinen ersten Podestplatz in der Supersport-Kategorie einfahren konnte.
Auf den Plätzen 4 und 5 kreuzten die Ducati-Piloten Ferrari und Masia die Ziellinie. Für das beste Finish von Triumph sorgte Booth-Amos auf Platz 6. Als Siebter bestätigte Jeremy Alcoba den Aufwärtstrend von Kawasaki.
Dominique Aegerter holte in einem anspruchsvollen Rennen einen Punkt für Platz 15. Andreas Kofler sah als 27. das Ziel und auch Öttl sah das karierte Tuch – allerdings mit sechs Runden Rückstand als Letzter.
Für ZX Moto, QJ Motor und Honda reichtees nicht zu WM-Punkten.
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