Konkrete Planung: So soll Colton Hertas Weg in die Formel 1 laufen
US-Pilot Colton Herta drängt in die Formel 1. Der Star aus der IndyCar-Serie fährt dieses Jahr in der Formel 2 – und ist auch viermal für Cadillac im Formel-1-Auto unterwegs, wie das Team mitteilte.
Die Planungen für Colton Hertas Einstieg in die Formel 1 werden immer konkreter. Das US-Team Cadillac, bei dem der US-Amerikaner als Testfahrer unter Vertrag ist, bestätigte nun, dass Herta in dieser Saison insgesamt vier Freitagstrainings fahren wird, also alle verpflichtenden Rookie-Sessions übernimmt. Losgehen soll es in Barcelona auf dem Circuit de Catalunya
Colton Herta: Traum von der Formel 1
Der US-Amerikaner, der schon 26 Jahre alt ist und sieben volle Saisons IndyCar fuhr und 2024 sogar Gesamt-Zweiter wurde, träumt schon lange von einem Einstieg in die Formel 1. Um in der Königsklasse fahren zu dürfen, müssen Fahrer aber Punkte für ihre Superlizenz sammeln, also eine Art Formel-1-Führerschein machen. Das geschieht z.B. durchs Durchlaufen der Juniorkategorien der Formel 1 oder durch Freitagstrainings – nicht aber durch Erfolge in der IndyCar-Serie. Deshalb fährt Herta dieses Jahr auch in der Formel 2 – mit der Zielsetzung, bald in der Formel 1 anzutreten. Er wäre dann der erste F1-Pilot aus den USA seit dem eher glücklosen Logan Sargeant.
Herta: «Ich freue mich sehr darauf, erstmals am Steuer des Formel-1-Boliden von Cadillac zu sitzen, und auf die Zusammenarbeit mit dem Team im vollen Grand-Prix-Umfeld. Ich konzentriere mich voll darauf, vom ersten Auftritt an möglichst viel zu lernen. Ich hoffe, dass ich auch etwas zum Wochenende beitragen kann und dem Team, Checo und Valtteri so gut wie möglich helfen kann.» Die Stammpiloten Sergio «Checo» Perez und Valtteri Bottas sammeln fleißig Daten zur besseren Abstimmung des Boliden. Cadillac ist komplett neu in der F1 dabei.
Lowdon lobt Herta als «Top-Talent»
Cadillac-Teamchef Graeme Lowdon sagte: «Colton ist ein Top-Talent, der nicht nur einen beachtlichen Lebenslauf in der IncyCar-Serie aufgebaut hat, bevor er sich uns angeschlossen hat, sondern der auch einen starken Start in die Formel-2-Saison erwischt hat. Alle vier FP1-Sessions für junge Fahrer zu absolvieren, ist der natürliche nächste Schritt in seiner Rolle als Testfahrer und ich freue mich sehr darauf.» Nach dem ersten F2-Rennwochenende ist Herta Zehnter.
Die Formel 2 hatte übrigens kürzlich verkündet, die ausgefallenen Runden in Bahrain und Saudi-Arabien zu ersetzen, und schob dafür je ein Rennwochenende in Miami und Montreal im Mai ein. Gut für Herta und die anderen Formel-2-Fahrer: Die Piloten bekommen mehr Rennpraxis, zwei Wettbewerbe und haben vor allem keine zweimonatige Pause im Rennkalender. Der Mai war eigentlich ohne F2-Events geplant, der April wurde wegen der kriegsbedingten Rennabsagen auch zum rennfreien Monat.
Unglücklich allerdings für US-Boy Herta: Eigentlich wäre im Mai rennfrei in der Formel 2 gewesen und somit reichlich Zeit fürs prestigeträchtige Indy 500. Nun wird das wegen der zwei Formel-2-Rennen aber nicht gleichzeitig möglich sein.
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