WM-Leader Antonelli (Mercedes): Wie er in Miami antritt, was ihm Mut macht
Kimi Antonelli reist als jüngster WM-Leader der Formel 1 nach Miami, wo die Saison am 2./3. Mai mit Sprint und Grand Prix weitergeht. Was der 19-Jährige aus Bologna vom Einsatz in Florida erwartet.
Sieg von Pole in China, Sieg von Pole in Japan: Der 19 Jahre junge Kimi Antonelli hat zuletzt in der Formel-1-WM fast alles richtig gemacht. Ergebnis: jüngster WM-Leader in 77 Jahren Königsklasse.
Der Mercedes-Fahrer hat in Shanghai und Suzuka viel Eindruck gemacht durch kühlen Kopf und verblüffende Reife. Die Frage ist nun: Wie geht das weiter? In einer Medienrunde hat der Teenager aus Bologna dazu Stellung bezogen.
Antonelli sagt: «Kein Zweifel, dieser erste Teil der WM ist besser verlaufen als ich erhofft hatte. Mit der Führung in der Weltmeisterschaft verändern sich die Erwartungen natürlich. Aber ich versuche, mit der gleichen Einstellung nach Miami zu fahren wie vorher – ich will konzentriert bleiben auf meine Aufgaben, ich will im Jetzt leben und nicht daran denken, wie es in der WM vielleicht im Herbst aussehen kann.»
«Mein Stallgefährte George Russell ist stark, jeder weiss das, und ich bin überzeugt, dass unsere Gegner zulegen werden. Was mich angeht, so will ich mich von Einsatz zu Einsatz steigern.»
«Die Pause zwischen Japan und Florida habe ich dazu genutzt, um mit dem Team die Ergebnisse zu analysieren, dazu habe ich mein Training intensiviert.»
Kimi Antonelli: «Diese Pause fühlt sich zu lang an»
«Die Pause fühlt sich inzwischen zu lang an, auch wenn wir die Möglichkeit hatten, auf dem Nürburgring Reifen zu testen. Ich bin wirklich froh, wenn es in Miami weitergeht.»
«Ich fühle mich mental stärker als 2025, denn inzwischen kenne ich alle Rennstrecken, und ich kann viel besser einschätzen, was an einem GP-Wochenende alles auf mich zukommt.»
«Ein Jahr Erfahrung zu haben, das bringt Entspannung und Selbstsicherheit. Und das wird mir auch auf Kursen helfen, wo ich mich 2025 schwergetan haben.»
«Mein Ziel für Miami ist einfach – genau dort weitermachen, wo ich in Suzuka aufgehört hatte.»
«Was den Druck angeht: Ich spüre den nicht anders als vor der Saison. Ich bin noch immer der gleiche Kimi, auch wenn ich natürlich ein Plus an Aufmerksamkeit bemerkt habe. Ich bleibe bodenständig und werde mir das nicht zu Kopf steigen lassen.»
«Auch was die Arbeit mit George angeht, könnte ich nicht sagen, dass sich etwas geändert hat. Klar wollen wir beiden gewinnen, aber es gibt eine gesunde Rivalität zwischen uns, aber wir wissen, was wir für das Team machen wollen und wie wichtig es ist, eine gute Atmosphäre im Team zu haben. Jeder von uns will auf Rang 1, aber ich finde nicht, dass dies dem Einsatz für den Rennstall im Weg stehen muss. Wir haben ein starkes Band, und ich sehe nicht, wieso sich das verändern sollte.»
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