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Toyota-Triumph in Marokko: Seth Quintero gewinnt und führt Rally Raid-WM an

Das US-amerkanische Duo Seth Quintero/Andrew Short gewinnen in Afrika souverän den vierten Rally Raid-WM-Lauf und führen einen Toyota-Dreifacherfolg an.

Rallyesport

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Seth Quintero ist der aktuelle «Überflieger» in der Rally Raid-WM (aka W2RC). Der 24-jährige Kalifornier gewann nach der Rallye Desafio Ruta 40 in Argentinien vor vier Monaten nun auch den nach viermonatiger Pause abgehaltenen nächsten Lauf in Marokko. Die afrikanische Wüstenrallye wurde bereits zum 27. Mal ausgefahren.

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Konstanz verhalf Quintero als Fahrer von Toyota Gazoo Racing-W2RC zum Erfolg. Obwohl Quintero in keiner der fünf Etappen besser als auf Position drei sich klassierte, war er stets zuverlässig im Vorderfeld dabei. Nun hat er mit seinem Sieg von Sebastien Loeb (Dacia) die Führung in der WM-Zwischenwertung übernommen.

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Quintero ist nicht nur bisher jüngste Sieger der Rallye Marokko, sondern auch der jüngste WM-Tabellenführer.

Der in Marokko trotz einem Etappensieg glücklose Loeb hat 14 Punkte Rückstand, sein gleichfalls vom Pech verfolgter Dacia-Teamkollege Nassar Al Attiyah deren 19. Die Toyota-Piloten Joao Ferreira und Henk Lategan besitzen mit 48 bzw. 49 Zählern rechnerisch weiterhin WM-Chancen.

Der zu Ford gewechselte Marek Goczał (Energylandia Rally) hat sich unterdessen den ersten in der W2RC vergebenen Masters-Titel gesichert.

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Quintero übernahm nach der gestrigen vorletzten Schleife die Gesamtführung und verteidigte diese souverän auf der 259 Kilometer langen Schlussetappe rund um die Wüstenoasenstadt Zagora. Er ist der erste US-Amerikaner, der sich in die Marokko-Gesamtsiegerliste eintragen konnte. Sein Erfolg bedeutet zugleich den siebten Sieg für Toyota in der marokkanischen Sahara. Der japanische Hersteller ist damit drei Jahre nach Yazeed Al Rajhis Triumphfahrt wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrt.

Quintero hatte die Marokko-Rallye bereits 2022 gewonnen, damals allerdings noch in der Challenger-Kategorie.

«Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, daher gebührt ihm der ganze Ruhm. Es war eine wirklich intensive Woche und es ist toll mit dem Sieg nach Hause zu kommen. Es ist unglaublich aufregend nun als Führender beim letzten WM-anzutreten», kommentierte Quintero seinen Erfolg.

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Der Etappensieg am Finaltag war lange Zeit ungewiss. Bei Kilometer 250 lagen Eryk Goczal/Szymon Gospodarczyk (Ford) und Sebastien Loeb/Édouard Boulanger (Dacia) zeitgleich in Führung und attackierten sich bis zum Schluss vehement. Dem französischen Duo brach wenige hundert Meter vor dem Ziel aus ungeklärten Gründen ein Rad ab, so dass der Finaltagsieg an das polnische Team ging.

Für Toyota war der Triumph in Marokko komplett, denn der japanische Hersteller belegte die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung. Joao Ferreira/Filipe Palmeiro erzielten mit dem zweiten Platz (+4.23 Minuten) ihr bisher bestes Ergebnis in der W2RC-WM, während die Südafrikaner Henk Lategan/Brett Cummings, den dritten Platz (+4.42) erreichten. Es folgten drei Ford-Raptor-Boliden. Bestes Blue-Oval-Duo war Nani Roma/Alex Haro die mit 7.01 Minuten Rückstand auf dem vierten Platz fuhren. Dahinter platzierten sich Mitch Guthrie/Kellon Walch auf Position fünf (+8.23) und auf Rang sechs Carlos Sainz/Dani Oliveras (+9.25)

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Das erste reine Toyota-Podium seit drei Jahren bringt das japanische Team in der Herstellerwertung an die Dacia Sandriders wieder eng heran.

Matthias Walkner brauchte nicht lange, um sich mit seinem von der deutschen South Racing-Mannschaft eingesetzten Can-Am Maverick in der SSV-Katgorie zurecht zu finden. Der Österreicher mit seinem neuen Beifahrer Oriol Mena gewann drei Etappen und belegte an den beiden anderen Tagen jeweils den zweiten Platz auf dem Weg zu einem souveränen Gesamtsieg. Der Sieger der Motorrad-Dakar 2018 sorgt in seiner ersten W2RC-Saison somit auf vier Rädern weiter für Furore. Der Sieg in Marokko folgt der Erfolgsfahrt beim WM-Lauf in Argentinien in der Challenger-Klasse.

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In der Stock-Klasse der seriennahen Autos feierte Stephane Peterhansel am Steuer seines Defender Dakar D7X-R seinen dritten Rally Raid-Erfolg in Folge. Bei der Zielankunft war zugleich auch der Meistertitel von Peterhansels 26-jährigen Teamkollegen Rokas Baciuska (Litauen) zementiert.

Die Rallye-Raid-Weltmeisterschaft wird (voraussichtlich) vom 22. bis 27. November mit der Abu Dhabi Desert Challenge, dem fünften und letzten Lauf der Rally Raid-Weltmeisterschaft, fortgesetzt.

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