Rallye Marokko: Mattias Ekström im Ford Raptor gewinnt die vierte Etappe
Die vorletzte Etappe wurde zur Triumphfahrt der Schweden Mattias Ekström/Emil Bergkvist. Toyota-Pilot Henk Lategan belegte Rang zwei. Sein Teamkollege Seth Quintero hat die Gesamtführung übernommen.
Nach der dritten Etappe lag Quintero noch hinter Carlos Sainz (Ford) auf dem zweiten Gesamtrang Auf der vierten Etappe zeigte der 24-jährige Kalifornier eine starke Leistung und belegte trotz seines Starts als früher dritter Fahrer den sechsten Platz. Da die Startreihenfolge durch die Ergebnisse der vorherigen Etappe bestimmt wurde, führte Sebastien Loeb im Dacia, der Gewinner der dritten Etappe, das Feld vor Carlos Sainz an. Die beiden kamen mit über zwölf Minuten Rückstand auf den Tagessieger Mattias Ekström ins Ziel.
Der ehemalige DTM-Pilot nutzte seine vermeintlich ungünstige Startposition mit Platz 20 optimal aus. Der Blondschopf konnte die schon gelegten Spuren nutzen und schließlich Henk Lategan den Etappensieg mit 35 Sekunden Vorsprung noch zu verwehren. Die Etappe hatte wiederum in einer Schleife von und nach Zagora über eine 318 Kilometer lange Wertungsprüfung geführt.
Zweiter großer Gewinner des Tages war Seth Quintero, der mit komfortablen 2.45 Minuten Vorsprung auf Henk Lategan und 5.09 Minuten auf Nani Roma (Ford) die Gesamtführung des vierten Rally Raid-WM-Laufs übernommen hat. Carlos Sainz liegt nun auf dem vierten Gesamtrang, vor dem jungen Portugiesen Joao Ferreira, dem Gewinner der ersten Etappe. Der Belgier Guillaume de Mévius im X-Raid-Team-Mini liegt auf Platz sieben, (+7.04) vor dem Century-Piloten Mathieu Serradori (+14.04).
Auf den ersten Etappen hatten die Dacia-Sandriders Nasser Al-Attiyah und Sebastien Loeb viel Zeit verloren und können keine Top-10-Platzierungen mehr ereichen. Deshalb könnte Seth Quintero in der Meisterschaftwertung einen großen Sprung nach vorne machen. Vor Marokko lag Quintero mit 13 Punkten Rückstand auf Loeb und zehn Zählern auf Al-Attiyah in der Wertung. Jetzt offenbaren sich für ihn große Chancen auf den WM-Titel. Zu bedenken ist auch: Die Saison könnte möglicherweise bereits in Marokko enden, da die Abu Dhabi Desert Challenge als geplanter letzter Lauf, ob der politisch-militärischen Situation im Nahen Osten, noch nicht gesichert ist.
Der Litauer Rokas Baciusska (Defender Rally) wurde Tagessieger in der Stock-Kategorie. Sein Teamkollege Stephane Peterhansel liegt weiter in der Gesamtführung.
Nach seinem großen Pech vom Vortag erlangte Matthias Walkner (South Racing Can-Am) einen weiteren SSV-Tagessieg. Vor dem Finaltag liegt der ehemalige Dakar-Motorrad-Sieger nur neun Sekunden hinter dem Can-Am Factory-Fahrer Jeremias Ferioli.
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