Deutschland-GP im Talkessel: Motocross-WM-Vertragsverlängerung bis 2038
Der Vertrag zwischen dem MSC Teutschenthal und Infront Moto Racing für die Ausrichtung der Motocross-WM wurde bis einschließlich 2038 verlängert. Das gibt dem Veranstalter Planungssicherheit.
Am Rande des Deutschland-Grand-Prix im Talkessel von Teutschenthal wurde die Verlängerung des Vertrags zwischen dem gastgebenden MSC Teutschenthal und Serienpromoter Infront Moto Racing bekanntgegeben. Der Deutschland-Grand-Prix im Talkessel ist bis einschließlich 2038 gesichert!
Die Bekanntgabe erfolgte anlässlich zweier historischer Jubiläen: Der Motorsportclub Teutschenthal begeht in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen und in diesem Jahr fand der 30. WM-Lauf in der Geschichte der Rennstrecke statt. Damit zählt diese Partnerschaft zu den längsten in der Geschichte des Sports. An der Pressekonferenz nahmen Infront-Moto-Racing-CEO David Luongo, FIM-Kommissionsdirektor Antonio Alia Portela, MSC-Geschäftsführer Andreas Kobahn sowie MSC-Präsident Jens-Uwe Jahnke teil.
CEO David Luongo über die Kooperation mit dem MSC Teutschenthal
«Es ist für uns eine große Freude, wieder hier in Teutschenthal zu sein. Dieses Jahr ist auch für uns als Promoter ein wichtiges Jahr, denn wir feiern das 30-jährige Jubiläum unseres Unternehmens als Promoter der Motocross-Weltmeisterschaft. Das zeigt, wie lange diese Zusammenarbeit bereits besteht. Eine meiner ersten Erinnerungen ist das Motocross der Nationen im Jahr 2013. Jedes Mal, wenn wir hierherkommen, fühlen wir uns wie eine Familie. Die Verlängerung bis 2038 zeigt, dass eine traditionsreiche Strecke in Europa, die kontinuierlich investiert und hervorragende Arbeit leistet, ihren Platz im weltweiten Rennkalender behalten kann.»
Der Talkessel wurde im Laufe seiner Geschichte permanent weiterentwickelt. Das Fahrerlager wurde massiv vergrößert, die Infrastruktur verbessert und in diesem Jahr wurde sogar ein komplett neuer Untergrund aufgebracht, der sich sehr bewährt hat. Nicht zuletzt verbreiten die Fans am Hang der Nationen eine unvergleichliche und elektrisierende Atmosphäre. «Die deutschen Fans stehen immer hinter dem Sport und in Deutschland gibt es eine echte Motocross-Gemeinschaft. Ich möchte den lokalen Behörden, der Region und dem Ort danken, die gemeinsam mit den Veranstaltern daran gearbeitet haben, die Anlage weiterzuentwickeln und allen Beteiligten stets beste Bedingungen zu bieten», erklärte David Luongo.
Antonio Alia Portella (FIM) über die Bedeutung des Ehrenamts
Auch der Weltverband FIM lobte das Engagement des Vereins: «Die Arbeiten der vergangenen Monate werden dazu beitragen, die Streckenbedingungen für zukünftige Veranstaltungen weiter zu verbessern», sagte FIM-CMS-Direktor Antonio Alia Portella. «Auch in den kommenden Jahren soll die Strecke kontinuierlich gepflegt werden, damit Teutschenthal eine herausragende Rennstrecke und Veranstaltungsstätte bleibt. Die Menschen, die hier im MSC arbeiten und die unzähligen freiwilligen Helfer, haben Motocross im Blut. Ich wünsche dem Club alles Gute und freue mich auf die Zukunft.»
Geschäftsführer Andreas Kobahn über die Zukunft des Talkessels
«Heute feiern wir einen ganz besonderen Meilenstein», erklärte Andreas Kosbahn, Geschäftsführer des MSC Teutschenthal. «Seit Jahrzehnten schlägt das Herz des deutschen Motocross genau hier. Generationen von Fans haben diese Naturstrecke zu einer der stimmungsvollsten Kulissen im gesamten Kalender der Motocross-Weltmeisterschaft gemacht. Doch heute blicken wir nicht nur zurück, sondern senden auch ein starkes Signal für die Zukunft unseres Sports in Deutschland. Die Vertragsverlängerung gibt uns die notwendige Planungssicherheit, um den Talkessel weiterzuentwickeln. Wir haben große Pläne, die Infrastruktur für Fahrer, Fans, Medienvertreter und alle Beteiligten weiter zu verbessern. Eine solche Vereinbarung ist im heutigen Spitzensport keineswegs selbstverständlich. Sie ist die verdiente Anerkennung für die unermüdliche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer unseres Vereins und zugleich ein Beweis für das Vertrauen, das Infront Moto Racing und die FIM in unsere Organisation setzen. Der Talkessel wird also auch künftig kochen und die Zukunft des deutschen Motocross ist bis 2038 gesichert.»
MSC-Vorsitzender Jens-Uwe Jahnke: Mit Vertrauen und Leidenschaft
Jens-Uwe Jahnke, der in den 1980er Jahren selbst als Fahrer im Talkessel erfolgreich war und heute als Vorsitzender des Clubs aktiv ist, ergänzte: «Wir freuen uns wirklich sehr auf die kommenden Jahre. Dieser Vertrag bedeutet uns sehr viel. Wir blicken mit großer Vorfreude auf die nächsten Jahre der Zusammenarbeit. Vielen Dank an alle. Infront Moto Racing und unser Verein teilen eine große Leidenschaft für den Motocross-Sport und haben viel gegenseitiges Vertrauen. Das ist genau das, was es für eine gute Partnerschaft für viele weitere Jahre braucht.»
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