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Alle Infos zum EWC-Showdown beim Bol d’Or: Wetter, WM-Dreikampf und Grid

Nur noch 14 Punkte trennen YART und BMW vor dem letzten Rennen der EWC-Saison 2026. Doch auch Titelverteidiger SERT lauert – und gewann das Bol d’Or bereits im Vorjahr.

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24 Stunden entscheiden über eine komplette Saison: Am Samstag um 15 Uhr startet auf dem Circuit Paul Ricard das Bol d’Or und damit das Finale der Langstrecken-WM 2026. Nach drei Saisonrennen und dem Qualifying ist im Kampf um den WM-Titel noch immer alles offen.

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Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen Titelverteidiger YART und dem BMW-Werksteam. Die österreichische Yamaha-Mannschaft reiste mit 19 Punkten Vorsprung nach Le Castellet, musste im Qualifying aber den ersten Rückschlag hinnehmen.

BMW sicherte sich mit Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark die Pole-Position und kassierte dafür fünf wichtige WM-Punkte. YART kam nach einer schwierigen Rennwoche mit mehreren Stürzen nicht über Startplatz 7 hinaus und blieb bei der ersten Punktevergabe des Wochenendes leer aus.

Damit ist der Vorsprung von YART auf nur noch 14 Zähler geschrumpft. Die Mannschaft von Teammanager Mandy Kainz führt die Weltmeisterschaft mit 112 Punkten an, BMW folgt mit 98 Zählern.

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SERT lauert hinter YART und BMW

Doch der Titelkampf ist kein reines Duell. Yoshimura SERT Motul hat sich mit einem starken Qualifying ebenfalls in eine aussichtsreiche Ausgangslage gebracht. Gregg Black, Etienne Masson und Dan Linfoot starten mit ihrer Suzuki GSX-R1000 von Position 3 und haben 87 WM-Punkte auf dem Konto.

Damit fehlen SERT 25 Punkte auf YART und lediglich elf auf BMW. Bei einem 24-Stunden-Rennen kann sich diese Ausgangslage schnell verändern, zumal während des Bol d’Or mehrfach WM-Punkte vergeben werden (hier erfahrt ihr, wie das Punktesystem der EWC funktioniert).

Für SERT spricht zudem die Erfahrung aus dem Vorjahr. Die Suzuki-Mannschaft gewann das Bol d’Or 2025 und weiß, wie man auf dem anspruchsvollen Circuit Paul Ricard über die komplette Distanz erfolgreich ist. Die GSX-R1000 gilt zudem als äußerst zuverlässiges Langstreckenmotorrad – eine Eigenschaft, die über 24 Stunden mindestens ebenso entscheidend sein kann wie die reine Rundenzeit.

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Hinter dem Führungstrio folgen Kawasaki Webike Trickstar mit 73 Punkten, AutoRace Ube mit 64 und ERC Endurance mit 55 Zählern.

BMW von der Pole – YART nur auf Startplatz 7

In Sachen Geschwindigkeit hat BMW vor dem Rennen ein deutliches Zeichen gesetzt. Reiterberger, Odendaal und van der Mark kamen im Qualifying auf eine Durchschnittszeit von 1:50,837 min und sicherten sich souverän die Pole-Position.

Von Startplatz 2 geht AutoRace Ube mit Naomichi Uramoto, Sylvain Guintoli und Kenny Foray ins Rennen. Das japanische BMW-Team kam auf eine Durchschnittszeit von 1:51,445 min. Nur 0,125 sec dahinter folgt SERT mit Gregg Black, Etienne Masson und Dan Linfoot auf Position 3.

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ERC Endurance startet mit Loris Baz, Marcel Schrötter und Jan-Ole Jähnig von Platz 4. F.C.C. TSR Honda komplettiert mit Alan Techer, Corentin Perolari und John McPhee die Top-5. Für YART beginnt die Titelverteidigung dagegen nur aus der dritten Startreihe. Karel Hanika, Marvin Fritz und Leandro Mercado kamen auf eine Durchschnittszeit von 1:51,885 min und mussten sich mit Startplatz 7 begnügen.

Allzu viel Bedeutung sollte der Startposition bei einem 24-Stunden-Rennen allerdings nicht beigemessen werden. Schon in den ersten Stunden dürfte sich das Feld neu sortieren. Entscheidend sind neben der Geschwindigkeit vor allem Konstanz, möglichst fehlerfreie Boxenstopps und die Zuverlässigkeit der Motorräder.

Bis zu 28 Grad: Wetter spielt beim Bol d’Or mit

Zumindest das Wetter dürfte den Teams nach aktuellem Stand keine größeren Sorgen bereiten. Für den Start am Samstagnachmittag werden Sonnenschein und Temperaturen um 27 Grad Celsius erwartet.

In der Nacht sinken die Temperaturen bis auf etwa 14 Grad. Damit verändert sich zwar das Arbeitsfenster für Reifen und Motorräder deutlich, extreme Bedingungen sind jedoch nicht zu erwarten.

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Am Sonntag wird es erneut sonnig, im Tagesverlauf werden bis zu 28 Grad erwartet. Auch Regen scheint keine entscheidende Rolle zu spielen: Für Samstagnachmittag liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 25 Prozent, für Sonntagvormittag bei lediglich zehn Prozent.

Für BMW zählt nur der Angriff

Die Ausgangslage verspricht damit ein Finale, bei dem taktisches Abwarten kaum möglich sein dürfte. BMW muss 14 Punkte auf YART aufholen und hat mit der Pole bereits den ersten Teil seiner Mission erfüllt.

Reiterberger hatte die Strategie bereits vor dem Wochenende unmissverständlich formuliert: «Wir haben eine Strategie und die heißt Sieg. Wir brauchen das Maximum und müssen die Pole-Position, nach 8, 16 und 24 Stunden vorn liegen. Das ist unsere einzige Möglichkeit.»

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Die ersten fünf Punkte hat BMW bereits eingefahren. Doch YART bleibt in der besseren Ausgangsposition und kann auf die Erfahrung aus zahlreichen 24-Stunden-Schlachten bauen. Nach der schwierigen Trainings- und Qualifying-Woche liegt der Fokus der Mannschaft nun vollständig auf dem Rennen.

Und dann ist da noch SERT: 25 Punkte Rückstand, Startplatz 3 und ein Motorrad, das seine Standfestigkeit beim Bol d’Or bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. Nach 24 Stunden wird feststehen, wer sich Langstrecken-Weltmeister 2026 nennen darf. Vor dem Start am Samstag um 15 Uhr ist der Kampf um die Krone offener denn je.

Startaufstellung:

  1. BMW (Reiterberger/Odendaal/van der Mark) – 1:50,837 min

  2. AutoRace Ube (Uramoto/Guintoli/Foray) – 1:51,445

  3. SERT (Black/Masson/Linfoot) – 1:51,570

  4. ERC Endurance (Baz/Schrötter/Jähnig) – 1:51,570

  5. F.C.C. TSR Honda (Techer/Perolari/McPhee) – 1:51,731

  6. Tati Team (Clere/Di Meglio/Vinales) – 1:51,875

  7. YART (Hanika/Fritz/Mercado) – 1:51,885

  8. Kawasaki Webike (Ramos/Gamarino/Leblanc) – 1:52,121

  9. Marc VDS (De Puniet/Marino/Bendsneyder) – 1:52,151

  10. Team Etoile (Okubo/Ito/Toba) – 1:52,119 (Stock)

Stand nach dem Qualifying:

  1. YART: 112 Punkte

  2. 
BMW: 98 Punkte

  3. 
SERT: 87 Punkte

  4. Kawasaki Webike: 73 Punkte

  5. AutoRace Ube: 64 Punkte

  6. ERC Endurance: 55 Punkte

  7. Bolliger Switzerland: 39 Punkte

  8. Motobox Kremer: 36 Punkte

  9. Honda HRC: 35 Punkte

  10. Maxxess by BMRT3D: 33 Punkte

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