Pit Beirer (KTM): Pedro und Alex sind losgeballert und haben Marc eingeholt
KTM-Rennchef Pit Beirer würdigte die Leistungen seiner Fahrer beim MotoGP-Wochenende in Misano. Beeindruckt hat ihn auch die Vorstellung von Marc Marquez (Ducati). «Jetzt ist der Chef zurück!»
MotoGP-Champion Marc Marquez (Ducati Lenovo) hat mit seinem Doppelsieg in Misano die WM-Führung übernommen. Was der 33-Jährige am vergangenen Wochenende an der italienischen Adria aufführte, war beeindruckend. Zweiter wurde Alex Marquez (Gresini Ducati), der von Startplatz 9 eine starke Aufholjagd hinlegte.
Doch nicht nur die Marquez-Brüder und Ducati hatten in Misano allen Grund zur Freude, auch KTM konnte zufrieden sein mit den Leistungen der vier RC16-Piloten. Allen voran Pedro Acosta, der von Startplatz 7 auf das Podest raste. Enea Bastianini (8.), Brad Binder (11.) und Vinales-Ersatz Pol Espargaro (14.) fuhren ebenfalls passable Rennen. Somit landeten am Sonntag alle vier KTM-Fahrer in den Punkterängen.
KTM-Rennchef Pit Beirer hatte nicht viel Zeit zum Feiern, denn am Montagabend war der Deutsche bei der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» zu Gast, um gemeinsam mit Alex Marquez und Brad Binder auf das MotoGP-Wochenende in Spielberg (18. bis 20. September) einzustimmen.
Zunächst wurde aber das ereignisreiche Misano-Event analysiert. «Wie wir alle gesehen haben, hatten wir einen sehr harten Sommer – mit den Problemen, die wir mit dem Motor hatten. Aragon war schon ein gutes Rennen. Und jetzt am Wochenende dann alle vier Jungs in den Punkten zu haben …», freute sich Beirer. «Brad hat unglaublich viele Fahrer überholt, Enea auch. Dann fuhr Pedro (Acosta) von Startplatz 7 ums Podium. Pedro und Alex (Marquez) sind hinten gemeinsam losgeballert und haben dann den Marc Marquez eingeholt – den muss man zuerst einmal einholen auf so einer Rennstrecke. Es war für uns schon ein sehr guter Rennsonntag und auch eine sehr gute Einstimmung auf die Spielberg-Woche.»
An diesem Wochenende findet für KTM der Heim-GP in der Steiermark statt. Für die Mattighofener ist dies der wichtigste Termin des Jahres. Gegner Nummer 1 in Spielberg wird erneut MM93 sein – dieser konnte 2025 auf dem Red Bull Ring einen Doppelsieg einfahren.
Pit Beirer über Marc Marquez: «Er ist für uns ja leider immer wieder der Gegner»
«Da muss man jetzt ganz klar sagen, jetzt ist der Chef zurück und der macht sich schon dominant breit. Es ist echt bewundernswert, was der Kerl macht», fand Beirer anerkennende Worte für den neunfachen Weltmeister. «Er ist für uns ja leider immer wieder der Gegner. Aber da muss man einfach so viel Respekt haben, wie er sich von den Verletzungen immer wieder zurückkämpft und momentan sogar gehandicapt ist und diese Leistung zeigt – das ist schon sehr speziell. Er hat immer dieses Extra. Und wenn einer glaubt, er ist jetzt dran, dann pusht er wieder ein bisschen mehr. Ich denke schon, der wird eine harte Nuss für die Jungs, die das noch umdrehen wollen.»
Apropos Gegner: Nächstes Jahr wird KTM zumindest einen Marquez auf einer RC16 haben – mit Alex immerhin den Vize-Weltmeister.
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