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Max Neukirchner exklusiv: Wie sich YART für alle Bedingungen gerüstet hat

YART startet bei den 8 Stunden von Suzuka von Startplatz 4. Max Neukirchner erklärt exklusiv, warum ein Totalschaden das Team nicht aus der Ruhe brachte und welche Vorbereitungen getroffen wurden.

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Als Titelverteidiger und Spitzenreiter der Langstrecken-WM 2026 geht YART (Hanika, Fritz, Mercado) mit großen Ambitionen in die 8 Stunden von Suzuka. Bisher verlief das Rennwochenende vielversprechend. Doch hinter dem vierten Startplatz steckt eine arbeitsintensive Woche, in der das österreichische Yamaha-Team kaum eine Minute ungenutzt ließ.

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«Die letzten Tage waren für uns extrem intensiv», berichtete Crewchief Max Neukirchner gegenüber SPEEDWEEK.com. «Seit dem offiziellen Test am 30. Juni und dem anschließenden Test am 1. Juli haben wir praktisch jede Minute genutzt, um unser Paket für die 8 Stunden von Suzuka zu optimieren.»

Arbeitsintensiv: Wie der Test das Team forderte

Auf dem anspruchsvollen Suzuka Circuit sei jedes Detail entscheidend. Deshalb arbeitete YART während der beiden offiziellen Testtage systematisch an allen Bereichen des Motorrads. «Wir haben zahlreiche Abstimmungsvarianten ausprobiert – vom Fahrwerk über die Reifen bis hin zur Elektronik, dem Kraftstoffverbrauch und natürlich der Reifenwahl.»

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Allein an den beiden offiziellen Testtagen standen jeweils fünf Sessions auf dem Programm. «Von früh morgens bis zum Abend waren wir permanent auf der Strecke und haben systematisch an unserem Gesamtpaket gearbeitet. Solche Tage sind für die gesamte Mannschaft sehr kräftezehrend, gleichzeitig aber enorm wichtig, um vor einem 8-Stunden-Rennen alle offenen Punkte abzuarbeiten und das bestmögliche Paket zu finden.»

Zwischendurch musste das Team allerdings einen herben Rückschlag verkraften. Karel Hanika wurde unverschuldet in einen Sturz verwickelt und zerstörte das Motorrad. «Wir hatten einen Totalschaden», schilderte Neukirchner. «Die Mannschaft hat anschließend einen hervorragenden Job gemacht und innerhalb kürzester Zeit ein komplett neues Motorrad aufgebaut. Genau in solchen Momenten sieht man, wie gut ein Team funktioniert. Darauf bin ich wirklich stolz.»

Fokus auf Renntempo und nicht auf Qualirunde

Auch der Freitag verlief für die Mannschaft alles andere als ruhig. Nach dem freien Training standen beide Qualifying-Sessions sowie das Nachttraining auf dem Programm. Während im Training die letzten Reifenvergleiche und die finale Rennabstimmung abgeschlossen wurden, sammelte YART am Abend weitere wichtige Erkenntnisse unter den Lichtverhältnissen des Nachtrennens.

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Am Samstag verlagerte sich der Fokus endgültig auf das Rennen. «Wir konnten mit unserem Rennmotorrad einen längeren Stint absolvieren und den Kraftstoffverbrauch unter Rennbedingungen exakt ermitteln. Diese Daten sind für unsere Boxenstopp- und Rennstrategie enorm wichtig», erklärte Neukirchner. Ein wichtiger Erkenntnisgewinn: Alle drei Fahrer bewegen sich beim Benzinverbrauch nahezu auf identischem Niveau. «Aktuell planen wir mit einer Stintlänge von rund 26 Runden.»

Clever: YART fuhr bereits die Regenreifen an

Als im freien Training Regen einsetzte, reagierte YART sofort. «Wir haben mehrere Sätze Regenreifen eingefahren. Gerade mit neuen Regenreifen hatten wir in der Vergangenheit in der ersten Runde immer wieder kleinere Schwierigkeiten. Da die Wettervorhersage auch für morgen Regen ankündigt, wollten wir für diesen Fall bestmöglich vorbereitet sein.»

Das geplante Top-10-Trial fiel den Wetterbedingungen anschließend zum Opfer. Für YART blieb damit Rang 4 in der Startaufstellung bestehen. Nach dem Ende des Trainings rüstete das Team das Motorrad bereits auf den Renneinsatz um und tauschte den Qualifying- gegen den Rennmotor.

Wetterchaos: Strategie wichtiger als purer Speed

Für Neukirchner steht deshalb fest, dass am Sonntag weit mehr als Rundenzeiten am Limit gefragt sein werden. «Die Wetterprognose verspricht weiterhin Regen beziehungsweise wechselhafte Bedingungen. Deshalb wird das Rennen nicht nur über die reine Geschwindigkeit entschieden, sondern auch über die richtige Strategie, die Reifenwahl und die Entscheidungen an der Box. Genau darauf haben wir uns in den vergangenen Tagen intensiv vorbereitet.»

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Nach den Vorbereitungstagen richtet sich der Blick nun auf den Rennstart des dritten Saisonevents. «Insgesamt bin ich mit der Arbeit des gesamten Teams sehr zufrieden. Fahrer, Mechaniker und Ingenieure haben in den vergangenen Tagen einen hervorragenden Job gemacht. Jetzt gilt es, die intensive Vorbereitung im Rennen umzusetzen. Bei einem 8-Stunden-Rennen kann viel passieren. Konstanz, fehlerfreie Boxenstopps und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt werden entscheidend sein.»

YART reist als Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter nach Suzuka. Dass die Mannschaft trotz eines Totalschadens und eines eng getakteten Programms ruhig geblieben ist, könnte sich am Sonntag als einer ihrer größten Vorteile erweisen.

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