Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Michael van der Mark exklusiv: So viele Reserven hatte BMW beim Bol d’Or

Michael van der Mark spricht exklusiv bei SPEEDWEEK.com über den historischen EWC-Titel von BMW, die schmerzhaften Erinnerungen an 2025 und die Reserven beim dominanten Bol-d’Or-Sieg.

Werbung

Werbung

Für Michael van der Mark war der Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 ein Erfolg mit einer besonderen Bedeutung. Gemeinsam mit Markus Reiterberger und Steven Odendaal führte der Niederländer das BMW-Werksteam beim Bol d’Or zum Sieg und machte damit den ersten EWC-Titel für BMW perfekt.

Werbung

Werbung

Van der Mark weiß, wie sich der Gewinn einer Weltmeisterschaft anfühlt. 2014 wurde er Supersport-Weltmeister, hinzu kommen Siege in der Superbike-WM und große Erfolge im Langstrecken-Rennsport. Dennoch ordnet er den EWC-Triumph anders ein.

«Es war auf einem anderen Level», erklärte van der Mark im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Als ich Supersport-Weltmeister wurde, war es natürlich auch eine Art Teamsport, aber am Ende saß nur ich auf dem Motorrad. Jetzt waren wir zu dritt.»

Noch wichtiger als ein weiterer WM-Titel in seiner persönlichen Erfolgsbilanz war dem 33-Jährigen aber, wem er diesen Erfolg bescheren konnte. «Das Schönste für mich war, den Titel für Werner und BMW zu gewinnen», betonte van der Mark mit Blick auf Teamchef Werner Daemen. «Nach dem, was im vergangenen Jahr passiert ist, waren sich meiner Meinung nach alle einig, dass sie diesen Titel mehr denn je verdient hatten. Natürlich ist es fantastisch, einen weiteren WM-Titel zu gewinnen. Aber ich habe mich noch mehr darüber gefreut, es für Werner und BMW geschafft zu haben.»

Werbung

Werbung

Das Drama von 2025 blieb im Hinterkopf

Ein Jahr zuvor hatte BMW den bereits greifbar nahen WM-Titel beim Bol d’Or auf dramatische Weise verloren. Van der Mark war damals nicht vor Ort, verfolgte das Geschehen während eines Aufenthalts in den USA aber aus der Ferne.

«Ich konnte nur das Live-Timing verfolgen», erinnert er sich. «Ich weiß es noch sehr genau. Ich konnte keine Bilder sehen, aber Freunde schickten mir Nachrichten. Dadurch wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Das war schmerzhaft.» Diese Erinnerung begleitete die Mannschaft auch zwölf Monate später. Dabei war das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit enorm.

«Wir wussten während der gesamten Saison, dass wir vom Tempo und vom Gesamtpaket her nahezu unschlagbar waren», schilderte van der Mark. «Aber es ist Langstrecken-Rennsport und man muss erst einmal ins Ziel kommen. Wir hatten sehr viel Selbstvertrauen, aber nach dem, was im Jahr zuvor passiert war, hatten trotzdem alle Angst.»

Werbung

Werbung

Beim Saisonfinale 2026 befand sich BMW zudem in einer ungewöhnlichen Ausgangslage. Der Rückstand auf Titelverteidiger YART war so groß, dass Reiterberger, Odendaal und van der Mark nicht taktieren konnten. Die Vorgabe war deshalb denkbar einfach: BMW musste überall die maximale Ausbeute anstreben.

«Für uns war das Ziel klar. Wir mussten die Schnellsten sein und zu jedem Zeitpunkt so viele Punkte wie möglich holen», erklärte van der Mark. «In gewisser Weise war es dadurch sogar einfach für uns. Wir mussten nicht über die Weltmeisterschaft nachdenken, sondern nur darüber, überall Erster zu sein.»

Das gelang nahezu perfekt. «Ich glaube, das Warm-up war die einzige Session, die wir nicht angeführt haben. Das Wochenende war einfach perfekt. Und im Rennen war es genauso: Wir haben genau das gemacht, was wir machen mussten.»

Van der Mark schloss bei YART-Angriff die Augen

Ganz ohne angespannte Momente verliefen die 24 Stunden von Le Castellet dennoch nicht. Als YART-Pilot Karel Hanika im Rennverlauf zu BMW-Pilot Steven Odendaal aufschloss und sich zwischen den beiden ein Duell entwickelte, wurde es auch für van der Mark ungemütlich.

Werbung

Werbung

«Ich habe einfach die Augen zugemacht», verriet der Niederländer lachend. «Natürlich fährt man ein Rennen und kämpft um die Weltmeisterschaft. Da versuchen es die anderen natürlich.»

Das enorme Vertrauen in die M1000RR sorgte jedoch dafür, dass sich die Nervosität in Grenzen hielt. «Wir waren an diesem Wochenende so stark – ich würde sagen, fast unschlagbar. Selbst wenn es jemand versucht hat, wussten wir, dass wir jederzeit noch einmal zulegen und schneller fahren konnten.»

BMW hatte noch deutlich mehr Tempo in Reserve

Wie groß die Reserven tatsächlich waren, zeigt van der Marks Einschätzung der Rundenzeiten. Nachdem BMW bereits nach acht Stunden einen komfortablen Vorsprung herausgefahren und durch die effizientere Strategie einen Boxenstopp eingespart hatte, ging es vor allem darum, die M1000RR sicher über die verbleibende Distanz zu bringen.

Werbung

Werbung

«Nach acht Stunden fuhren eigentlich alle ein ähnliches Tempo. Wir hatten uns aber bereits einen schönen Vorsprung erarbeitet», blickte van der Mark zurück. BMW bewegte sich zu diesem Zeitpunkt überwiegend im Bereich von 1:53 und 1:54 min.

Am Limit war die M1000RR damit keineswegs. «Wenn wir wirklich hätten pushen müssen, hätten wir meiner Meinung nach 1:52er-Zeiten fahren können», ist van der Mark überzeugt.

Auf dieses zusätzliche Risiko konnte BMW jedoch verzichten. «Irgendwann muss man clever sein, denn zu diesem Zeitpunkt liegt noch ein langer Weg vor einem. Wir hätten also deutlich schneller fahren können, aber zum Glück war das nicht notwendig.»

Werbung

Werbung

Stattdessen kontrollierten Reiterberger, Odendaal und van der Mark ihren Vorsprung bis zur Zielflagge. Nach dem schmerzhaften Titelverlust von 2025 verwandelte BMW die zweite Chance und schrieb mit dem ersten EWC-WM-Titel der Marke Geschichte.

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.