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Van der Mark über Reiterberger: «Markus überrascht uns immer wieder!»

Warum gelang Markus Reiterberger in der Superbike-WM nie der große Durchbruch? BMW-Teamkollege Michael van der Mark spricht über verpasste Chancen und den späten Triumph in der Langstrecken-WM.

Endurance-WM

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Für Markus Reiterberger war der Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 weit mehr als ein weiterer Erfolg in seiner Rennfahrerkarriere. Der Bayer, der seit vielen Jahren eng mit BMW verbunden ist, musste auf seinem Weg zahlreiche Rückschläge verkraften. Mit dem Triumph beim Bol d’Or und dem ersten EWC-WM-Titel für BMW wurde seine Ausdauer schließlich belohnt.

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Gemeinsam mit Michael van der Mark und Steven Odendaal führte Reiterberger das BMW-Werksteam zum historischen Erfolg. Für den Deutschen war es der erste Weltmeistertitel in der Langstrecke, obwohl er bereits seit vielen Jahren zu den prägenden Fahrern des BMW-Projekts gehört. Im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com würdigte Teamkollege van der Mark insbesondere Reiterbergers Beharrlichkeit.

«Markus hat sich diesen Titel wirklich verdient. Er ist schon so viele Jahre dabei und hat natürlich auch einige Erfolge gefeiert. Aber wenn man bedenkt, wie lange er schon im Rennsport unterwegs ist, würde man kaum glauben, dass ihm dieser Weltmeistertitel in der Langstrecke bisher noch gefehlt hat», erklärte der Niederländer. «Er hat ebenfalls niemals aufgegeben. Deshalb ist es schön, dass er diesen Titel jetzt endlich gewonnen hat.»

Van der Mark: «Das Talent und die Geschwindigkeit sind noch da»

Reiterbergers Karriere verlief nicht immer nach Wunsch. Obwohl der Bayer mit seinen Erfolgen in der IDM und starken Leistungen auf BMW-Superbikes früh auf sich aufmerksam machte, gelang ihm in der Superbike-WM nie der endgültige Durchbruch. Dabei stand sein fahrerisches Potenzial für viele Beobachter außer Frage.

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Auch van der Mark ist überzeugt, dass die Ergebnisse in der Superbike-WM nicht widerspiegeln, über welche Fähigkeiten sein Teamkollege tatsächlich verfügt. Auf die Frage, weshalb Reiterberger dort nicht dauerhaft den erhofften Erfolg hatte, verwies er vor allem auf die Umstände seiner Karriere.

«Ich denke, es war einfach schlechtes Timing. Wir alle wissen, wie viel Talent Markus besitzt. Das sieht man auch heute noch. Sein Talent und seine Geschwindigkeit sind weiterhin vorhanden», betonte van der Mark. «Ich glaube, dass die Dinge für ihn einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt zusammengepasst haben.»

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Der Niederländer, der selbst über langjährige Erfahrung in der Superbike-WM verfügt, sieht in Reiterberger nach wie vor einen außergewöhnlich schnellen Fahrer. «Wenn man sich anschaut, was er vor seinem Einstieg in die Superbike-WM geleistet hat und was er auch heute noch zeigt, dann überrascht er uns immer wieder. Da ist noch unglaublich viel Talent vorhanden», lobte der BMW-Pilot.

Drei Fahrer, ein Motorrad: Warum das BMW-Trio so gut harmoniert

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des BMW-Werksteams war 2026 die Zusammenarbeit zwischen Reiterberger, van der Mark und Odendaal. Im Langstrecken-Rennsport müssen sich drei Fahrer ein Motorrad teilen, obwohl sich Fahrstil, Körpergröße und persönliche Vorlieben durchaus unterscheiden können. Gerade bei der Abstimmung von Fahrwerk und Ergonomie sind deshalb häufig Kompromisse notwendig.

Beim BMW-Trio stellte dies laut van der Mark allerdings kaum ein Problem dar. Die drei Fahrer hätten sehr ähnliche Vorstellungen davon gehabt, wie sich die M1000RR auf der Strecke verhalten soll. Für den Niederländer war die Zusammenarbeit besonders unkompliziert, weil er sich als Neuzugang zunächst an der bereits vorhandenen Abstimmung orientierte.

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«Wir sind uns ziemlich ähnlich und geben auch sehr ähnliche Rückmeldungen. Gerade in diesem Jahr hatte ich das Gefühl, dass ich als Letzter zum Team gestoßen bin und deshalb am wenigsten mitzureden habe», berichtete van der Mark mit einem Augenzwinkern. «Also habe ich die Abstimmung einfach so akzeptiert, wie sie war.»

Dass dies keineswegs ein Nachteil gewesen sei, zeigte sich im Verlauf der Saison. «Wir haben jetzt eine Abstimmung, die für uns alle drei funktioniert. Ich glaube, der Crewchief und die gesamte Mannschaft könnten darüber nicht glücklicher sein», erklärte der Niederländer.

Für Reiterberger ist der WM-Titel der verdiente Lohn für viele Jahre voller Einsatz, Erfolge und Rückschläge. Sein Teamkollege van der Mark ist überzeugt, dass der Bayer sein außergewöhnliches Talent auch heute noch besitzt – und dass ihm in seiner Karriere vor allem das richtige Timing fehlte.

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