2017 neue Epoche in der LMP2-Klasse der FIA WEC
SPEEDWEEK.com blickt auf die LMP2-Kategorie der Sportwagen-WM. Dort werden in der anstehen Saison zehn Fahrzeuge antreten. Alle samt sind sie Oreca 07. Doch im Cockpit gibt es einige interessante Namen.
In der kleinen Prototypen-Kategorie der Sportwagen-WM (FIA WEC) bricht in dieser Saison ein neues Zeitalter an. Denn für 2017 wurde das technische Reglement ordentlich umgekrempelt, was den Fahrzeugen nicht nur ein etwas harmonischeres Aussehen verleiht, sondern sie auch um einiges schneller machen wird. Bei PS-Zahlen jenseits der 600er-Marke werden bei den 24 Stunden von Le Mans Rundenzeiten im Bereich von 3:30 Minuten erwartet. Mit dem Gibson 4.2L-V8 ist in der Klasse jedoch auch nur noch ein einziges Aggregat erlaubt. Und obwohl mit Dallara, Onroak, Oreca, und Riley-Multimatic eigentlich vier Chassis-Hersteller von FIA/ACO auserwählt wurden, sieht es in der FIA WEC so aus, als dass auch auf Seiten der Fahrzeuge ein ungeliebter Einheitsbrei Pflicht wäre. Doch dem ist nicht so. Denn es haben sich tatsächlich alle in der Klasse engagierten Teams unabhängig voneinander für den Oreca 07 als Einsatzgerät entschieden.
Mit einer Diversifikation im Prototypen-Bereich wird es damit in der anstehenden Saison der FIA WEC nicht weit her sein. Denn auch in der LMP1-Klasse sind mit CLM, Porsche und Toyota ja auch nur drei unterschiedliche Chassis vertreten. Bleibt abzuwarten, ob auf Race-by-Race-Basis vielleicht noch der eine oder andere ELMS-Mitstreiter einen Gastauftritt bei den 6-Stunden-Rennen der Sportwagen-WM absolvieren wird. Vor allem bei den europäischen Rennen der Meisterschaft ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht hoch.
Insgesamt werden 2017 zehn LMP2 in der FIA WEC antreten. Sie werden von fünf Zwei-Wagen-Teams eingesetzt.
Allen voran natürlich Vaillante Rebellion. Die anglo-Schweizer Mannschaft hatte sich 2016 bekanntlich aus der LMP1 verabschiedet, um nun in der kleinen Klasse mächtig Gas zu geben. Dazu wurde auch noch ein Bündnis mit Comic-Held ‚Michel Vaillant‘ geschlossen,
Das sind die Fahrerpaarungen von Vaillante Rebellion
#13: Mathias Beche, David Heinemeier Hansson, Nelson Piquet Jr.
#31: Nicolas Prost, Bruno Senna, Julien Canal
Nach dem Abstecher in die Formel 1 bauten Graeme Lowdon und John Booth 2016 eine neue Variante des traditionsreichen Manor Teams für die FIA WEC auf.
Das sind die Fahrerpaarungen CEFC Manor TRS Racing
#24: Tor Graves, offen, offen
#25: Roberto Gonzalez, offen, offen
Zwei der freien Plätze werden Simon Trummer und Jonathan Hirschi einnehmen. Die beiden Schweizer sind seit einigen Jahre in verschiedenen Sportwagen unterwegs. In welchen der beiden Boliden sie ihre Plätze einnehmen werden, steht jedoch noch nicht fest.
Sicherlich ungewöhnlich ist der Fahrzeugname bei Signatech Alpine. Denn die französische Equipe von Philippe Sinault hat zwei Alpine A470 gemeldet. Dabei handelt es sich jedoch um nichts anderes als um zwei Oreca 07-Gibson. Der französische Autohersteller Alpine hat hier vom ACO eine Ausnahmegenehmigung bekommen, um die Wagen umbranden zu können.
Das sind die Fahrerpaarungen von Signatech Alpine
#35: Stéphane Richelmi, offen, offen
#36: Nicolas Lapierre, offen, offen
Etwas Hollywood-Glanz wird Jackie Chan DC Racing der FIA WEC geben.
Das sind die Fahrerpaarungen von Jackie Chan DC Racing
#37: David Cheng, offen, offen
#38: Ho-Pin Tung, offen, offen
Aus der ELMS wechselt TDS Racing in die FIA WEC und setzt dort 2017 sogar zwei Oreca 07 sein. Einer der beiden Wagen wird von Herrenfahrer François Perrodo und dessen Driver-Coach Emmanuel Collard angeführt. Beide waren 2016 noch in der GTE-Am-Klasse in einem Ferrari 458 Italia unterwegs. Der zweite Oreca läuft zwar unter der Nennung ‚G-Drive Racing‘ (eine Spritmarke des russischen Konzerns Gazprom), wird jedoch auch von TDS Racing eingesetzt.
Das sind die Fahrerpaarungen von TDS Racing
#26: (G-Drive Racing) Roman Rusinov, Pierre Thiriet, offen
#28: François Perrodo, Emmanuel Collard, Matthieu Vaxivière
Saisonstart der FIA WEC sind die 6-Stunden von Silverstone (14.-16. April). Davor steigen am 01.-02. April noch die offiziellen Testtage (Prologue genannt) in Monza.
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