Logan Sargeant: «Sieg mit Ford in Le Mans ist das Ziel»
Nach seiner Zeit in der Formel 1 gibt Logan Sargeant nun in der FIA WEC Vollgas. 2026 fährt er zunächst einen Mustang in der LMGT3-Klasse. 2027 steigt Sargeant ins neue Hypercar von Ford.
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Große Ehre für Logan Sargeant: Der US-Amerikaner wurde Anfang des Jahres zusammen mit dem deutschen Mike Rockenfeller und dem Briten Seb Priaulx als Werksfahrer von Ford für das Hypercar-Programm verkündet. Der Prototyp nach LMDh-Reglement wird aktuell entwickelt und soll 2027 sein Renndebüt in der WEC geben. «Für mich als Amerikaner in einem Ford zu sitzen, ist natürlich klasse. Die Marke begleitet mich bereits mein ganzes Leben lang. Mein Vater fährt seitdem ich geborgen wurde einen Ford. Somit ist es richtig cool, nun ein Teil davon zu sein», ist Sargeant stolz.
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Um sich an die Abläufe in der WEC zu gewöhnen, bestreitet Sargeant bereits die Saison 2026. Dabei sitzt aber noch im Ford Mustang LMGT3 von Proton Competition. Vor allem auf das Saisonhighlight in Le Mans ist Sargeant gespannt. «Le Mans ist das prestigeträchtigste Langstrecken-Rennen der Welt. Ich freue mich schon auf mein Debüt dort. Ich hatte vor ein paar Jahren bereits die Möglichkeit, die Strecke kennenzulernen, aber das war in einem Ferrari GT3 und nicht im 24h-Rennen.» Sargeant verfügt bekanntlich über einen Formelsport-Hintergrund. Viele Konkurrenten in der Hypercar-Klasse stammen hingegen ursprünglich aus dem GT-Sport. Weitläufig wird sogar gesagt, dass sich die Hypercars aufgrund ihres Gewichts von über einer Tonne eher wie GT-Autos fahren lassen würden. Dem widerspricht Sargeant. «Soweit ich es von anderen Fahrern mitbekommen habe, hängt das vom Chassis ab. Ein Oreca-Chassis funktioniert mehr wie ein Prototyp und ein Dallara mehr wie ein GT-Auto», erläutert er. «Aber natürlich kann ich im GT3 dieses Jahr definitiv einiges Lernen, was mir hoffentlich im Hypercar helfen wird.»
Simulator-Arbeit für Ford-Hypercar hat begonnen Neben den WEC-Auftritten im Mustang ist Sargeant natürlich auch in die Vorbereitung des 2027 debütierenden Ford-Hypercars involviert. Aktuell arbeitet er an der Konfiguration des Lenkrades. «Wichtig ist beispielsweise, dass jene Knöpfe, die wir am meisten nutzen, auch diejenigen sind, die am besten zu erreichen sind», beschreibt er. «Das Lenkrand ist noch nicht komplett fertig. Aber ich denke, dass ich bei meiner nächsten Simulator-Session tatsächlich mit dem finalen Lenkrad fahren werde.»
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Vor allem die Zusammenarbeit mit Werksfahrerkollege Mike Rockenfeller ist für Sargeant inspirierend: «Mike bringt natürlich sehr viel Erfahrung mit und somit kann ich viel von ihm lernen. Derzeit haben wir zwar erst eine gemeinsame Sitzung im Simulator absolviert, doch das wird in Zukunft natürlich noch mehr werden.»
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In der ersten Saison 2027 wird Ford sicherlich noch nicht zu den ganz großen Favoriten auf den Sieg bei den 24h Le Mans zählen. Die Krone auf der Langstrecke ist aber eines der ganz großen Ziele im Hypercar-Programm von Ford. «Die Möglichkeit zu haben, mit Ford in Le Mans zu gewinnen, ist phantastisch», ist Sargeant hoch motiviert. «Der Sieg mit Ford in Le Mans ist unser aller Ziel. Ich werde alles geben, dies Realität werden zu lassen.»
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