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Abriegelung von Norditalien: Sorgenfalten bei Ferrari

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte am Samstagabend an, weite Teile Norditaliens abzuriegeln, um gegen die Verbreitung des Coronavirus vorzugehen. Was bedeutet das für die Formel-1-Teams?

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Gleich vorweg: Das in Faenza beheimatete AlphaTauri-Team ist vorerst nicht von den verschärften Coronavirus-Massnahmen in Italien betroffen, denn die Abriegelung grösserer Gebiete im Norden soll in der Region Lombardei sowie 14 Provinzen erfolgen, zu der die Heimat des Red Bull-Rennstalls nicht gehört.

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Die Ein- und Ausreiseverbote, die eingeführt werden sollen, sind allerdings sehr wohl ein Problem für viele Italiener im Fahrerlager, allen voran das Ferrari-Team, das in Modena beheimatet ist. Aber auch bei Pirelli und anderen Zulieferern sorgt die Ankündigung für Sorgenfalten.

Schon im Februar waren einige Gebiete abgeriegelt worden, doch nun soll die rote Zone deutlich erweitert werden, wodurch mehr als zehn Millionen Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Die Massnahmen erfolgen nicht ohne Grund, denn in keinem anderen europäischen Land wurden mehr Sars-CoV-2-Infektionen gezählt als in Italien. Aktuell ist von 5883 Infizierten und 233 Opfern die Rede. Doch die Zahlen ändern sich stetig.

Bei Ferrari verfolgt man die Lage in Italien genau mit, denn auch bei den strikten Ausreiseverboten, die vorerst bis 3. April gelten sollen, wird es Ausnahmen geben, etwa für Leute, die aus besonderen oder beruflichen Gründen reisen. Ob das auch für die Formel 1 – oder die in Norditalien ansässigen MotoGP-Teams – gilt, ist aber noch unklar.

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Bis die jüngsten Massnahmen umgesetzt werden, dürften aber die meisten Ferrari-Teammitglieder bereits auf dem Weg nach Melbourne sein, deshalb geht man davon aus, dass der Saisonauftakt in Australien über die Bühne gehen kann. Dies natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die australische Regierung nicht mit noch schärferen Einreisebestimmungen für Italiener auf die jüngsten Entwicklungen reagiert.

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Sollten die Ferrari-Mitarbeiter an der Einreise gehindert werden, dann wird es auch kein Rennen geben, wie Formel-1-Sportchef Ross Brawn im Rahmen einer Sponsoring-Veranstaltung gegenüber Reuters betonte.

"Sollte ein Rennstall daran gehindert werden, in ein bestimmtes Land einzureisen, dann können wir kein Rennen fahren, das wäre nicht gerecht. Sollte ein Team sich dazu entschliessen, aus freien Stücken nicht teilzunehmen, ist das eine andere Sache", stellte der Brite klar.

Der Automobilweltverband FIA hat derweil einen Krisenstab ins Leben gerufen, um die Entwicklung der Coronavirus-Verbreitung im Auge zu behalten. Dieser tritt jeden zweiten Tag zusammen, um die jüngsten Ereignisse zu besprechen. Die Aufbauarbeiten im Albert Park von Melbourne schreiten derweil voran, die Teams bereiten sich auf den Saisonauftakt vor, der für den 15. März geplant ist.

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