Ex-Teamchef Otmar Szafnauer zu Ferrari: «Lasst Charles Leclerc in Ruhe»
Charles Leclerc hat in diesem Jahr zwar schon einen GP gewonnen, dennoch tut er sich mit seinem Ferrari schwer. Eine Intervention seitens des Teams ist aber nicht nötig, findet Otmar Szafnauer.
Das jüngste Kräftemessen der Formel-1-Stars auf dem Hungaroring beendete Charles Leclerc auf dem vierten Platz. Der Ferrari-Pilot hatte den elften GP der Saison aus der ersten Reihe in Angriff nehmen dürfen, entsprechend enttäuscht reagierte er auf das Ergebnis. Bereits am Qualifying-Samstag war er hart mit sich ins Gericht gegangen.
In der WM-Wertung belegt er den vierten Platz, obwohl er wie sein Teamkollege Lewis Hamilton bereits einen GP-Sieg feiern durfte. Doch im Gegensatz zum siebenfachen Weltmeister schaffte er es einmal weniger aufs GP-Podest, der Brite sammelte in den bisherigen Saisonläufen denn auch 31 Punkte mehr und ist derzeit als WM-Zweiter der erste Verfolger von Spitzenreiter Kimi Antonelli.
Der teaminterne Vergleich zeigt, dass Leclerc es nicht schafft, das Potenzial seines Ferrari auszuschöpfen und die GP-Beobachter fragen sich, was mit dem schnellen Rennfahrer aus Monte Carlo los ist. Im «High Performance Podcast» kam die Frage auf, ob Teamchef Fred Vasseur darauf reagieren und mit Leclerc zusammensitzen sollte.
Und Ex-Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer fand eine klare Antwort: «Nein, lasst ihn in Ruhe. Ich würde nicht das Gespräch suchen, aber ich würde ihn unterstützen. Ich habe das Gefühl, dass Lewis am Anfang der Saison etwas weiter vorn war, als er es jetzt ist. Ich denke, dass Charles in den letzten beiden Rennwochenenden nachgelegt hat.»
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