Formel-1-Comeback möglich? Das sagt Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner
Vielen Formel-1-Fans ist Günther Steiner in bester Erinnerung geblieben, sie wünschen sich ein Comeback des Publikumslieblings in der Vierrad-Königsklasse. Kann sich Steiner eine Rückkehr vorstellen?
Beim Aufbau und Formel-1-Einstieg des Haas-Teams spielte er eine entscheidende Rolle: Günther Steiner war schon früh an Bord, und kaum trat der US-Rennstall in der Königsklasse an, erfreute er sich bei den GP-Fans grosser Beliebtheit. Steiner nahm kein Blatt vor den Mund und seine Sprüche genossen unter den Anhängern des Sports schnell Kultstatus.
Entsprechend gross war die Enttäuschung, als Teambesitzer Haas den Vertrag des Südtirolers nach der Saison 2023 nicht verlängerte. Steiner war zwar nicht mehr das Aushängeschild der US-Truppe, dennoch war und ist er immer wieder im Fahrerlager anzutreffen. Als TV-Experte für RTL verfolgt er das Geschehen im Paddock aufmerksam mit. Und bei seinen vielen Podcast-Auftritten kommentiert er die Ereignisse gewohnt mit spitzer Zunge und einem Augenzwinkern.
Neue Herausforderung in der MotoGP
Der 61-Jährige liess sich Zeit, bevor er sich seinem nächsten Motorsport-Projekt widmete. Und die Herausforderung, die er suchte, fand er im MotoGP-Team Tech3, das ein Konsortium unter seiner Leitung übernommen hat. Als CEO des Rennteams hat er auch eine Rolle übernommen, die ihn beschäftigt, aber nicht seine Anwesenheit bei allen WM-Runden erfordert.
Die Frage, ob ein Formel-1-Comeback damit ausgeschlossen ist, beantwortete Steiner im «Up to Speed»-Podcast selbst. «Ja, ich werde zurückkommen, wenn da ein Projekt ist, das mir gefällt. Ich sage immer, dass ich nicht zurückkommen werde, nur um irgendeinen Job zu machen.»
Titel ist egal, Spass steht im Mittelpunkt
«Es gibt so viele Dinge, die ich gerne tun würde. Und in den letzten 10, 15 Jahren – vielleicht sogar 20 Jahren – habe ich mich immer irgendwelchen Projekten gewidmet. Ich wollte nicht einen Job machen, denn für mich wäre das einfach nicht aufregend genug. Es muss etwas sein, das mich wirklich herausfordert», erläuterte der frühere Haas-Teamchef, der seit 2001 immer wieder in der Formel 1 tätig war.
Ein spannendes Projekt sei etwas, was man selbst gestalten könne, präzisierte Steiner daraufhin. «Es geht nicht nur darum, einfach einzusteigen, denn ich orientiere mich nicht an einer Berufsbezeichnung. Der Titel ist mir völlig egal. Ich will vielmehr etwas tun, das mir Spass macht. Nach meinem Haas-Abgang ging ich zum Fernsehen. Ich wusste nicht, dass es diese Branche überhaupt gab. Aber ich bekam ein Angebot und dachte mir, dass ich es einfach ausprobiere.»
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