Formel-1-Rangordnung: Wo steht McLaren nach dem Wochenende in Montreal?
Nicht nur das Mercedes-Werksteam hatte in Montreal ein Upgrade dabei, auch McLaren legte nach. Wo steht die Weltmeister-Mannschaft nach dem jüngsten Kräftemessen? Das sagt Teamchef Andrea Stella.
In Montreal erlebte das McLaren-Team ein Wechselbad der Gefühle. Während der erste Teil des Wochenendes erfreulich verlief und Lando Norris die Ziellinie im Sprint nur 1,272 sec hinter Sieger George Russell als Zweiter kreuzte, lief das Rennen am Sonntag so gar nicht nach Wunsch für die Weltmeister-Truppe.
Das lag nicht zuletzt an der Reifenwahl für den Start, der sich verzögerte, weil Arvid Lindblad auf der Startaufstellung stehen blieb und von der Strecke geschoben werden musste. Das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri, das auf den Intermediate-Reifen unterwegs war, musste zusehen, wie sich die Streckenverhältnisse deutlich verbesserten. Entsprechend früh bogen beide zum Stopp ab.
Es blieb nicht das einzige Problem der Papaya-Truppe, Norris musste wegen eines überhitzenden Autos an die Box und fiel später durch einen Getriebeschaden aus. Piastri rasselte Alex Albon ins Auto und wurde dafür bestraft. Am Ende kam er auf dem undankbaren elften Platz ins Ziel, und war damit der Erste, der Zielankömmlinge, der leer ausging.
McLaren fehlte das Tempo
Teamchef Andrea Stella erklärte auf die Frage, wo sein Team nach den jüngsten Updates stehe: «Ich denke, ein Sprint-Wochenende hat immer zwei Teile, und bis zum Rennen sah die Leistung unseres Autos gut aus. Wir waren ein paar Zehntel langsamer als Mercedes, die haben immer noch das beste Auto im Feld. Aber wir haben wohl das zweitbeste Fahrzeug von allen, was ermutigend ist.»
«Allerdings hatten wir im Rennen am Sonntag kein konkurrenzfähiges Tempo, ganz abgesehen von den Problemen mit den Reifen beim Start und anderen Sorgen, die uns quälten. Das war auch bei freier Fahrt so», räumte der Italiener ein, der die fehlende Reifentemperatur dafür verantwortlich macht. «Die Fahrer hatten ständig mit blockierenden Reifen zu kämpfen, sie haben die Vorderreifen einfach nicht ins Arbeitsfenster bekommen.»
«Ich würde also sagen, dass wir selbst in einem normalen Rennen ohne Probleme angesichts des Tempos der anderen Autos, die um das Podium kämpften, nicht sicher sind, ob wir heute den nötigen Speed gehabt hätten», fügte der Ingenieur gewohnt nüchtern an.
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