George Russell: F1-Auto statt Traktor – kann er in Silverstone siegen?
George Russell ist vor seinem Heim-Wochenende in der F1 WM-Zweiter. Kann er hier siegen? Der Brite sagt: «Ich träume nicht davon, ich arbeite daraufhin.» Wie weit weg ihm dieser Traum als Kind schien.
Mercedes-Pilot George Russell geht als WM-Zweiter in der Formel 1 in sein Heim-Wochenende in Silverstone. Die Stuttgarter stellten dieses Jahr bislang in jedem Rennen außer Barcelona (Hamilton) den Sieger. Gar nicht mal so schlechte Chancen also für Russell, beim britischen Grand Prix erfolgreich zu sein.
Das war nicht immer so. Vor dem Rennwochenende in Silverstone gestand Russell: «Ich erinnere mich mal daran, davon geträumt zu haben einen Traktor der Marke Massey Ferguson zu haben, als ich ein Kind war. Weil das erreichbar war, wenn ich Erfolg haben würde.» Der heutige Mercedes-Pilot wurde im englischen King’s Lynn unweit der Nordsee geboren. Seinen Eltern Steve und Alison gehört ein großer landwirtschaftlicher Betrieb. Entsprechend wuchs Russell zwischen Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen auf. Am Wochenende ging’s auf die Kartbahn – und von dort in die Formel 1.
Russell wieder an Hamilton vorbei
Nun sieht Russells Welt ganz anders aus. Nach seinem Sieg auf dem Red Bull Ring vor einer Woche ist Russell wieder Zweiter in der WM, zog an seinem früheren Teamkollegen Lewis Hamilton vorbei.
Klein-Russells ferner Traum von der F1
Russell: «Jetzt habe ich einen Mercedes Project One.» Das Hypercar der Stuttgarter. «Ich werde mir eines Tages einen Massey-Ferguson-Traktor holen. Aber das war so weit weg und so wenig greifbar, dass ich nicht mal in der Lage war, davon zu träumen, dass das Realität werden könnte.» In der Formel 1, in Silverstone, in der WM-Spitzengruppe zu fahren, sagt Russell: «Das war als Kind alles viel zu weit weg. Ich weiß nicht mal, ob das ein Traum war, weil es einfach nicht zu begreifen war.» Zu weit weg also – und jetzt, 2026, ganz nah.
Formel-1-Auto statt Traktor – und Titeljagd statt Ernte. Mit 40 Punkten Rückstand auf Teamkollege Kimi Antonelli startet Russell am Sprint-Wochenende von Silverstone seinen Angriff. Aber eben wieder vom direkten Verfolgerplatz. Zwischenzeitlich hatte sich Lewis Hamilton zwischen die Mercedes-Piloten geschoben. Russells Vorteil gegenüber dem Italiener Antonelli: Er hat sein Heimpublikum im Rücken.
2026 die beste Chance
Sein Heimrennen auf dem Kurs über den früheren Flugplatz konnte Russell bislang noch nicht gewinnen. Russell: «Dieses Jahr ist sicherlich meine beste Chance.» Der Engländer behauptet aber: «Das ist nichts, worüber ich nachdenke, weil ich mich auf meine Arbeitsabläufe konzentriere, auf die harte Arbeit mit meinem Team, weil ich weiß, dass es das ist, was sich in einen Sieg ummünzen lässt. Ich träume nicht davon, ich arbeite daraufhin.»
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