Johnny Herbert: Plädoyer für Formel-1-Rückkehr nach Deutschland
Formel-1-CEO Stefano Domenicali hat den deutschen GP-Fans Hoffnungen auf ein Comeback des Deutschland-GP in Hockenheim gemacht. Darüber würde sich auch der frühere F1-Pilot Johnny Herbert freuen.
Es ist ein Wunsch, den viele Formel-1-Fans hegen: Die Rückkehr der Königsklasse nach Deutschland ist seit der Austragung des letzten Rennens auf deutschem Boden in der Corona-Saison 2020 immer wieder ein Thema. Und das nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei den Verantwortlichen des Sports, wie Formel-1-CEO Stefano Domenicali in seiner Presserunde nach dem Ungarn-GP erklärt hat.
Der Italiener sagte auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit eines Deutschland-GP-Comebacks: «Wir haben uns mit den Betreibern des Hockenheimrings wieder in Verbindung gesetzt und es gab auch erste Gespräche.» Domenicali machte klar, dass eine Rückkehr Investitionen voraussetzt, die getätigt werden müssen. Und er betonte, dass ein Comeback nicht kurz- sondern mittelfristig möglich sei.
Das freut viele deutsche Formel-1-Fans, aber auch Zuschauer aus anderen Ländern. Dazu gehört auch Johnny Herbert. Der ehemalige GP-Pilot erklärte im Gespräch mit «Vision4Sport»: «Der einzige Ort, an dem ich mir die Rückkehr eines Rennens wünschen würde, ist Deutschland. Es wäre grossartig, wenn entweder Hockenheim oder der Nürburgring wieder in den Rennkalender aufgenommen würden.»
Finanzielle Schwierigkeiten
«Das wäre auch für uns als europäische Fans wichtig. Der Motorsport hat dort schon immer enorme Unterstützung durch die deutschen Fans erfahren, besonders zu der Zeit, als Michael Schumacher noch fuhr. Jetzt dreht sich alles um den Erfolg von Mercedes», weiss der Brite, der ergänzt: «Deutschland war schon immer ein sehr wichtiger Teil der Geschichte des Motorsports und der Formel 1. Und natürlich war Michael lange Zeit die zentrale Figur. Es ist schade, dass wir nicht mehr dorthin zurückkehren. Das ist unglaublich.»
Der Grund für das Fehlen Deutschlands auf der Formel-1-Weltkarte ist schnell gefunden. «Ich denke, das Problem ist rein finanzieller Natur. Soweit ich mich erinnere, hatte Hockenheim immer Schwierigkeiten, die F1-Startgebühr zu bezahlen, die für die Ausrichtung des Grand Prix erforderlich ist. Hockenheim und sogar der Nürburgring hatten schon immer finanzielle Schwierigkeiten, insbesondere der Nürburgring. Im Laufe der Jahre gab es viele Veranstaltungen, die Verluste verursacht haben», erklärt Herbert.
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