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Hoffnung mit neuem Supersport-Reglement: Zukünftig weniger Bezahlfahrer?

Einige Hersteller kreiden Ducati an, dass erst ein neues Motorrad gebracht und dann die Regeländerung für die Supersport-WM 2027 angeregt wurde. Andere haben ihre Meinung inzwischen geändert.

Supersport-WM

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Am 2. Juli 2025 berichtete SPEEDWEEK.com erstmals von den Plänen für ein neues technisches Reglement für die Supersport-WM ab 2027. Damals übten Ducati und Yamaha einigen Druck auf Promoter Liberty und den Motorrad-Weltverband FIM aus, um die Nennleistung von derzeit zirka 145 auf zukünftig 130 PS zu senken.

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Ducati und Yamaha, diese beiden Hersteller sind sich in der Herstellervereinigung MSMA nur selten einig, haben den gleichen Beweggrund für die Leistungsreduktion: Damit sparen sie sich den Racing-Kit.

Den anderen Herstellern, die über die Jahre einiges Geld investiert haben, um auf den heutigen technischen Stand zu kommen, schmeckt das nicht. «Zieht es die Dorna vor, es zwei Herstellern recht zu machen, und es sich mit allen anderen zu verscherzen», fragte damals ein Teamchef. «Wahrscheinlich ja.»

Dass den Wünschen von Ducati und Yamaha nachgekommen wird, überrascht niemanden, denn sie sind die beiden Hersteller im SBK-Paddock, die sich am meisten engagieren und dadurch den größten Einfluss haben. Außerdem harmoniert dieses Bestreben mit der Absicht von FIM und Liberty der mittelfristigen Leistungs- und Kostenreduktion.

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Mit etwas Weitsicht ist den Argumenten von Ducati und Yamaha wenig entgegenzusetzen, das haben inzwischen auch andere Hersteller erkannt, die nach und nach neue Modelle bringen, wie etwa Triumph und KTM.

Größere Haltbarkeit, geringere Kosten

«Wenn wir die Leistung etwas reduzieren, wird die Haltbarkeit steigen und die Kosten werden sinken», erklärte ein hochrangiger Manager eines Herstellers, dessen Name mir soeben entfallen ist, gegenüber SPEEDWEEK.com. «Deswegen spricht nichts dagegen. Alles, was zwischen Dorna, FIM und den Herstellern entschieden wird, sollte dazu dienen, die Meisterschaft voranzubringen. Denn wenn die Meisterschaft wächst, profitieren alle davon. Und Wachstum entsteht durch zusätzliches Interesse der Medien und bei den Sponsoren. Je mehr Hersteller dabei sind, umso besser. Je mehr Rennen in der letzten Kurve entschieden werden, mit drei oder vier Fahrern von unterschiedlichen Herstellern, desto größer ist das Interesse.»

Das zieht nach sich, dass einige Fahrer für ihren Sitz bezahlen müssen.

ein paddock-insider über zu hohe kosten

«Wir dürfen auch nicht vergessen, dass viele Teams in der Supersport- und Superbike-WM sich sehr schwer damit tun, das nötige Budget aufzutreiben», ergänzte der Mann mit Weitblick. «Die Supersport-Teams haben weniger Fernsehzeit und eine geringere Reichweite auf Social Media, deshalb ist es für sie schwieriger für Partner attraktiv zu sein. Oder sie sind nicht strukturiert genug, um welche zu gewinnen. Das zieht nach sich, dass einige Fahrer für ihren Sitz bezahlen müssen. Wir sollten einen Punkt erreichen, dass dies nicht mehr der Fall ist und Fahrer von den Teams anhand ihrer Form oder dem Interesse ausgewählt werden. Um das zu erreichen, müssen die kleineren Klassen leistbar sein. Und dazu muss die Performance reduziert werden – ich kann an diesem Schritt nichts Negatives sehen. Bei solchen Themen muss man das Gesamtbild sehen.»

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