Juan Pablo Montoya zu Max Verstappen: «Nicht sicher, wie lange er bleibt»
9. April wurde bestätigt: Der langjährige Max Verstappen-Renningenieur Gianpiero Lambiase wird Red Bull Racing verlassen und zu McLaren ziehen. Das wirft für GP-Sieger Juan Pablo Montoya Fragen auf.
Das war die Hammermeldung des 9. April 2026: Wie die niederländische Tageszeitung Limburger als erste berichtet hat, soll Max Verstappens langjähriger Wegbegleiter Gianpiero (GP) Lambiase den Red Bull Racing-Rennstall verlassen und zu McLaren ziehen.
Um 16.00 Uhr meldete sich Red Bull Racing zu Wort: «Wir bestätigen, dass Gianpiero Lambiase das Team 2028 verlässt, wenn sein gegenwärtiger Vertrag ausläuft. Bis dazu bleibt GP auf seinem Posten als Leiter des Einsatzteams und Renningenieur.»
Kurz darauf Neues von McLaren: Lambiase wird unter Teamchef Andrea Stella neuer «Chief Racing Officer» des Traditionsrennstalls, eine Art Einsatzleiter. Diesen Posten gibt es heute schon, doch wird der von Teamchef Stella bekleidet. Dem Italiener war das auf die Dauer zu viel. McLaren bestätigt: Lambiase beginnt 2028.
Verstappen ohne die ruhige Stimme in seinem Ohr? Das können wir uns fast nicht vorstellen. Gewisse Wortwechsel zwischen dem Niederländer und dem Briten mit italienischen Wurzeln sind legendär.
Ex-RBR-Teamchef Christian Horner sagte mal: «Zwischendurch wird es bei den beiden so hitzig, dass du dir nicht ganz sicher bist, wer nun der Fahrer und wer der Renningenieur ist.»
Juan Pablo Montoya: Wieso hat RBR nicht agiert?
Der in Kolumbien geborene Juan Pablo Montoya (50) hat sich das alles in Ruhe angesehen. Der Allrounder (Siege in der Formel 1, im IndyCar-Sport, bei den StockCars und im Sportwagen) hält gegenüber der AS Columbia fest: «Das ist interessant, denn seine neue Rolle bei McLaren ist wichtiger als jene heute bei RBR.»
«Red Bull Racing hätte ahnen müssen, dass der Punkt kommen wird, an dem Lambiase von einem anderen Rennstall ein solches Angebot erhält. Und wenn ich mir ansehe, was Lambiase alles getan hat, so hätte man bei RBR eine solche Beförderung ebenfalls ins Auge fassen können.»
Montoya, siebenfacher GP-Sieger und WM-Dritter von 2002 und 2003, warnt: «Red Bull Racing hat derzeit kein konkurrenzfähiges Auto. Sollte sich daran im laufenden Jahr nichts ändern, bin ich mir nicht sicher, wie lange Max Verstappen noch bleiben wird.»
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