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Formel 1

Kolumne

Neues Rätsel Racing-Raritäten: Falsches Land und auf ungewohntem Terrain

Bei unserem Rätsel Racing-Raritäten ist das Auto eines Piloten zu sehen, der wie ein Land hiess, aber aus einem ganz anderen stammte. Wessen Auto ist das im Vordergrund? Wo und wann entstand das Foto?

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Wessen Auto steht hier im Vordergrund? Wo ist das Bild entstanden?
Wessen Auto steht hier im Vordergrund? Wo ist das Bild entstanden?
Foto: Grand Prix Photo
Wessen Auto steht hier im Vordergrund? Wo ist das Bild entstanden?
© Grand Prix Photo

Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.

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Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Für das neue Rätsel gilt: Dieser Fahrer hiess wie ein Land, stammte aber nicht aus diesem. Zu sehen ist er auch nicht auf seinem Heimat-Kontinenten, sondern auf zuvor unbekanntem Terrain für die Formel-1-Fahrer.

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Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Wir dürfen unseren Augen nicht trauen, denn hier passt überhaupt nichts zusammen – moderner Helm in altem Auto, aber der Helm passt in diesem Falle gar nicht zum Fahrer.

Zu sehen ist der langjährige Formel-1-Fahrer Martin Brundle in Mexiko 2022, mit dem Helm von Mercedes-Ass George Russell und vor einer Demo-Fahrt mit jenem BRM 153, Chassis 5, mit dem der unvergessene Pedro Rodríguez den Grossen Preis von Belgien 1970 gewonnen hatte.

Die Brüder Rodríguez machten sich in Mexiko schon als Teenager einen Namen und holten zahlreiche Titel im Motorradsport, bevor sie auf vier Räder umsattelten. Vater Rodríguez konnte sich die Zweiradartistik seiner Buben nicht länger anschauen. Er ahnte nicht, dass die zwei in Rennwagen genauso fuchtlos ans Werk gehen würden.

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Pedro, der Erstgeborene, fuhr schon mit 13 Rennwagen, Ricardo mit 15.

Ricardo riss viele Rekorde nieder, jüngster Mann auf dem Podest in Le Mans (wo man ihn zunächst wegen seiner Jugend gar nicht antreten lassen wollte), jüngster Sieger der Targa Florio. Längst erkannte in ihm Enzo Ferrari einen kommenden Weltmeister. In seinem dritten Grand Prix, auf der ehrfurchtgebietenden Bahn von Spa-Francorchamps, musste er Rang 3 Team-Leader Phil Hill überlassen.

Enzo Ferrari hat es sich nie verziehen, dass er Ricardo für den ersten Mexiko-GP 1962 die Freigabe erteilte, einen Lotus zu fahren. Im Training bei diesem nicht zur WM zählenden Rennen stürzte der junge Rodríguez in der überhöhten Peraltada zu Tode. Er war keine 21 Jahre alt. Ein Land trauerte.

Pedro, knapp zwei Jahre älter, war der Besonnene. Nach dem Tod von Ricardo dachte er daran, den Helm an den Nagel zu hängen.

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Bald galt er als Weltklasse-Sportwagenfahrer, mit Ferrari, Ford und vor allem im Porsche 917 war er an gewissen Tagen nicht zu schlagen. Sein Auftritt beim Regenrennen in Brands Hatch ist legendär, an diesem Tag fuhr Pedro nicht, er schwebte förmlich über die nasse Piste, seine Fahrzeugbeherrschung war überirdisch.

Pedro gewann im Sportwagen fast auf allen grossen Strecken der Welt: In Le Mans (mit Ford), in Daytona, Brands Hatch, Monza, Watkins Glen, Spa-Francorchamps und Zeltweg mit Porsche. Seine Rivalität mit Jo Siffert ist legendär, die beiden fuhren Seite an Seite durch die Eau Rouge und schafften es, trotz Berührung auf der Bahn zu bleiben.

In der Formel 1 stimmte oft das Timing nicht. Rodríguez fuhr Cooper, als der britische Rennstall schon im Niedergang war, gewann aber in Kyalami 1967 seinen ersten Grand Prix. Dazu gibt es eine lustige Geschichte: Die Südafrikaner hatten keine Schallplatte zur Hand, um die passende Nationahymne für Pedro zu spielen. Stattdessen legten sie einen mexikanischen Gassenhauer auf. Rodríguez reiste in der Folge immer mit Hymne und Flagge im Gepäck, für alle Fälle.

Pedro fuhr 1969 Ferrari, in einem schlechten Jahr der Italiener. Der Mexikaner war enttäuscht von den Autos aus Maranello (mehr als Rang 5 in Watkins Glen und Platz 6 in Italien war nicht drin) und verliess den berühmtesten Rennstall der Welt. Das war ein taktischer Fehler: 1970 kehrte Ferrari mit Jacky Ickx und Clay Regazzoni zum Siegen zurück.

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Rodríguez wechselte zurück zu BRM (für die er schon 1968 gefahren war). In Belgien 1970 eroberte Pedro seinen zweiten GP-Sieg, nach einem atemraubenden Highspeed-Duell gegen Chris Amon im March.

1971 kam der Mexikaner bei einem Sportwagenrennen auf dem Norisring ums Leben – im privaten Ferrari 512 von Herbert Müller.

Beim Duell mit Kurt Hild prallte Pedros Wagen in die Pistenbegrenzung und ging in Flammen auf. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft kam später zum Schluss, dass ein Aufhängungsdefekt am Ferrari Auslöser des Unfalls war.

BRM verlor innerhalb weniger Wochen beide Star-Fahrer, im Oktober kam auch Jo Siffert ums Leben, bei einem nicht zur WM zählenden Formel-1-Rennen in Brands Hatch.

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