Zukunft von Red Bull Racing-Star Max Verstappen: Warnung von Martin Brundle
Weil Max Verstappen derzeit nicht um GP-Siege kämpfen kann, wird über einen möglichen Team-Wechsel des vierfachen Weltmeisters diskutiert. Doch das wird nicht einfach, warnt GP-Veteran Martin Brundle.
Dass Max Verstappen nicht glücklich mit der neuen Formel 1 ist, hat der Red Bull Racing-Star bereits mehrfach betont. Grösster Kritikpunkt des vierfachen Weltmeisters ist die Tatsache, dass die Fahrer sich mehr aufs Energie-Management konzentrieren müssen und nicht mehr einfach ans Limit des Autos gehen können, um eine gute Rundenzeit zu erreichen. Mit seiner Kritik steht er nicht alleine, viele Kollegen teilen die Meinung des Niederländers.
Hinzu kommt, dass Verstappen derzeit nicht um Siege kämpfen kann. Der Red Bull Racing-Star belegt nach den ersten drei Grands Prix der Saison nur den neunten WM-Zwischenrang. Sein bisher bestes Ergebnis in diesem Jahr ist der sechste Platz, den er beim Saisonauftakt im Albert Park von Melbourne einfahren konnte. In China ging er sowohl im Sprint als auch im GP leer aus. Im Sprint kam er auf dem undankbaren neunten Platz ins Ziel und verpasste die Punkteränge damit nur knapp. Am Rennsonntag musste er seinen Dienstwagen nach 45 Runden an der Box abstellen. Beim jüngsten Kräftemessen in Japan kam er nicht über den achten Platz hinaus.
Dass sich der ehrgeizige 28-Jährige nicht auf Dauer mit solchen Ergebnissen begnügen wird, liegt auf der Hand. Deshalb sprechen einige Fahrerlager-Dauergäste wieder einmal von einem möglichen Team-Wechsel des 71-fachen GP-Siegers, während manche sogar seinen Abschied aus der Königsklasse befürchten.
Kein Platz bei Mercedes, McLaren und Ferrari?
Der frühere GP-Star und heutige TV-Experte Martin Brundle ist sich zum Beispiel sicher, dass Red Bull Racing nachlegen muss, um den Ausnahmekönner an Bord zu halten. Er sagt im «Sky Sports F1»-Gespräch: «Ich glaube, sie müssen sich ins Zeug legen, denn Max hat klar gesagt, dass er sehen will, wie es mit dem Auto läuft. Die Antriebseinheit ist meines Erachtens ziemlich beachtlich, aber das Auto ist nicht ganz da, wo es sein sollte. Wir werden sehen, Red Bull Racing wird in Miami einige grössere Änderungen ans Auto bringen, und Max wird bis zur Saisonmitte schauen, ob das Team die neuen Regeln und das Auto im Griff hat.»
Gleichzeitig warnt der Brite: «Ich bin mir aber nicht sicher, ob es derzeit so einfach sein wird, von Bord zu gehen. Denn Mercedes hat mit George Russell und Kimi Antonelli zwei Eigengewächses im Auto, und bei McLaren ist das Line-up mit Lando Norris und Oscar Piastri auch hervorragend, die beiden harmonieren gut miteinander. Ferrari hat Charles Leclerc und Lewis Hamilton – es müsste also einer aussteigen, damit ein Platz für Max in einem dieser Teams frei wird. Die Teams selbst sind vertraglich gebunden. Sie werden auch keinen grossartigen Fahrer aus einer starken Fahrerpaarung rauswerfen wollen. Und wenn Max wegen der Leistung zu einem anderen Team gehen will, dann kommen eigentlich nur diese drei Rennställe, die ich gerade erwähnt habe, in Frage.»
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