Formel 1
Kolumne
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Unter schwierigsten Bedingungen
Bei unserem neuen Rätsel Racing-Raritäten ist ein Fahrer zu sehen, der bei schwierigsten Bedingungen kämpfte – auf und neben der Rennbahn. Wer ist das? Wo und wann entstand das Foto?
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt: Dieser Fahrer kämpfte nicht nur auf den GP-Kursen mit schwierigsten Bedingungen, er hatte auch abseits der Rennstrecken mit Hürden zu kämpfen.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Die Form des Autos kommt uns bekannt vor, aber mit den gewohnten Farben passt das überhaupt nicht zusammen.
Zu sehen war ein Tyrrell 004, den wir natürlich besser im Blau von Rennstallgründer Ken Tyrrell kannten. Das Auto hier wurde privat eingesetzt vom Südafrikaner Eddie Keizan, in Farben der Zigarettenmarke Embassy. Keizan wurde auf P14 gewertet.
Das Bild ist auch deswegen bemerkenswert, weil Eddie Keizan mit dem gleichen Fahrzeug schon ein Jahr zuvor beim Heimrennen angetreten war (wegen unzureichender Distanz nicht gewertet). Das Auto war der frühere Werkswagen von Jackie Stewart. Die Südafrikaner verpassten dem Wagen eine anders geformte Airbox.
Der Johannesburger Keizan trat 1975 noch einmal in Kyalami an, dann jedoch in einem Lotus 72 von Team Gunston, er wurde 13. Das war’s dann mit Auftritten in der Formel-1-WM.
Keizan hatte sich seine Rennsporen mit Einsätzen bei Touren- und Sportwagenrennen verdient, darüber hinaus war er ein hervorragender Rallyefahrer. Mit dem Titel in der südafrikanischen Formel-5000-Serie bewies er, dass er auch im Einsitzer stark ist.
Nach dem Auftritt auf der internationalen Bühne kehrte er in den nationalen Sport zurück. Er beschloss seine Rennkarriere standesgemäss mit einem Sieg beim 1000-km-Rennen von Kyalami 1979, danach kümmerte er sich um seine eigene Firma für Leichtmetallräder (Tiger Wheels). Zur erfolgreichsten Zeit war seine Firma unter den zehn erfolgreichsten Felgenfirmen der Welt.
Eddie Keizan verstarb am 21. Mai 2016 in seiner Heimatstadt, im Alter von 71 Jahren.
Der langjährige Ferrari-Designer Rory Byrne, ebenfalls Südafrikaner: "Eddie Keizan war eine seltene Kombination aus gutem Rennfahrer und erfolgreichem Geschäftsmann. Wir kannten uns seit den 60er Jahren. Eines Tages hat er das Ferrari-Werk besucht, und ich weiss noch, wie begeistert er gewesen ist. Einmal Racer, immer Racer."
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