Pierre Gasly kritisiert Formel-1-Motoren: «Sind etwas zu weit gegangen»
Wegen der neuen Regeln mussten die Formel-1-Stars in diesem Jahr ihren Fahrstil anpassen, was vielen nicht passt. Auch Pierre Gasly findet klare Worte, wenn es um die Auswirkungen der Vorgaben geht.
Die neuen Formel-1-Regeln bereiten in diesem Jahr nicht nur den Ingenieuren einige Kopfzerbrechen. Auch die Fahrer sind gefordert, denn die neuen Antriebseinheiten, die über einen deutlich grösseren Anteil an Elektro-Energie verfügen als ihre Vorgänger, wirken sich auf die Arbeit am Steuer aus. Schnell ist nicht mehr jener Fahrer, der am flottesten durch die Kurven schiesst, wie auch Pierre Gasly im «Autocar»-Podcast «My week in cars» betont.
Ein unvergleichliches Gefühl
Der Franzose bestreitet in diesem Jahr bereits seine neunte volle Formel-1-Saison und hat entsprechend viel Erfahrung in verschiedenen GP-Rennern gesammelt. Auch er findet, was Weltmeister Lando Norris und Max Verstappen bereits beklagt haben – dass die Rennfahrerei wegen der neusten Generation von Autos und Antriebseinheiten nicht mehr so viel Vergnügen bereitet.
«Wenn du am Kurvenausgang die ganze Power spürst, dann ist das ein Gefühl, das sich mit nichts vergleichen lässt, und von dem ich auch nie genug bekommen kann», schwärmt der 30-Jährige, und stellt klar: «Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber von der ganzen Batterie-Story bin ich kein grosser Fan.»
Pierre Gasly erklärt: «So sollte das Rennfahren sein»
«Das geht einfach etwas zu weit, denn wir müssen nun sehr viel Energie-Management betreiben. Du musst als Fahrer energieeffizient fahren, und das bedeutet, dass du nicht mehr zwangsläufig so schnell wie möglich durch die Kurven bretterst», schildert der Alpine-Routinier, der aktuell den zehnten WM-Rang belegt.
«Du musst verstehen, in welchen Kurven du maximal Gas geben kannst und in welchen Ecken du etwas vorsichtiger aufs Gas gehen solltest, um eine gute Rundenzeit zu erzielen», beschreibt Gasly, und betont: «Seit ich als Sechsjähriger erstmals im Kart sass, galt eine Regel: Wenn du am Steuer sitzt, gehst du so schnell es geht durch die Kurven. Und ich finde, so sollte das Rennfahren auch sein.»
Die Formel-1-Verantwortlichen haben auf die Kritik der Fahrer reagiert und Anpassungen vorgenommen. Zudem wurde beschlossen, das Verhältnis zwischen elektrischer Energie und Verbrennungsmotor-Power in den kommenden Jahren schrittweise wieder zugunsten des Verbrenners anzupassen.
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