Sidecar Festival: Drei Tage volles Programm inklusive Titelentscheidungen
Das Sidecar Festival in der Motorsport Arena Oschersleben ist das Hochamt des Seitenwagensports. Die Motorsportfans erwarten drei Tage Action, bei dem nicht nur die Weltmeister gekürt werden.
Das Sidecar Festival am ersten Oktober-Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben, bei der die Zuschauerränge sechs bis acht Meter über dem Asphaltband angelegt ist und somit die Action über einen Großteil des 3,667 Kilometer langen Rennkurses verfolgt werden kann, ist seit Jahren ein würdiger Abschluss einer mit Spannung geladenen Saison.
Auch dieses Jahr fällt im Herzen der Magdeburger Börde die Entscheidung in der aus zwölf Rennen bestehende Seitenwagen-Weltmeisterschaft, bei der mit Steinhausen Racing (Harry Payne/Kevin Rousseau), Hänni Racing (Pekka Päivärinta/Adam Christie) und CES Performance (Sam Christie/Tom Christie) noch drei Teams Chancen sich die WM-Krone aufzusetzen.
Ähnlich spannend geht es in der International Sidecar Trophy zu. In jeder der drei Klassen kann die Reihenfolge auf den Kopf gestellt werden, denn es stehen drei Rennen auf dem Programm, wobei bei einem sogar doppelte Punkte vergeben werden. Diese Regelung wurde eingeführt, weil sie garantiert, dass die Meisterschaft nicht schon vor dem Finale entschieden ist.
Bei den 1000ern kommen Mike Roscher/Anna Burkhard mit einer weißen Weste nach Oschersleben. Die Paarung hat zwar bisher jeden Lauf gewonnen, aber bei noch hundert zu vergebenden Punkten, könnte für sie der 66,5-Zähler-Vorsprung auf Peter Schröder/Carolin Zimmermann am Ende doch nicht zum vierten Titelgewinn in Folge reichen.
Hätten sich Enrico Wirth/Ronja Billich auf dem Slovakia Ring nicht überschlagen, hätte der Sekt von ihnen bereits eingekühlt werden können. So aber liegen sie lediglich 17,5 Punkte vor Benjamin Herpel/Luca Siemß und auch Markus Volland/Lena Gubernath können in der Klasse der 600er-Gespanne theoretisch noch zu Meisterehren kommen.
14 Punkte trennen Jürgen Damaschke/Luca Grunow und Thilo Wotzka/Carmen Laudy vor den letzten drei Läufen der F2 Challenge. Nachdem der Rest des Feldes bereits abgeschlagen zurückliegt, wird es auf einen heißen Zweikampf der beiden Teams mit offenem Ende hinauslaufen.
Während Hilbert Talens/Felix Pinkert in der Klasse 1000 ccm des Northern Sidecar Cups ihren Titel erfolgreich verteidigt haben, ist in der Klasse 600 ccm noch alles offen. Die besten Karten haben das Vater-Sohn-Duo Raymond Leijdekkers/Calvin Leijdekkers (183 Punkte), aber Mel Delamarre/Cedric Chevalier (168) sind ihnen dicht auf den Fersen.
Auch die Rennen zum Camathias Cup, einer Rennserie mit klassischen Gespannen, die Demo-Runden, an dem unter anderen auch der österreichische Seitenwagen-Weltmeister und dreifache Tourist-Trophy-Sieger Klaus Klaffenböck mit dem dreifachen Schweizer Weltmeister Adolf Hänni teilnimmt, sowie die Publikumsfahrten werden für Kurzweil sorgen.
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